Bad Dürrheim-Hochemmingen - Wie die Narrenzunft Hochemmingen informiert, möchte sie den "von den Mayas errechneten Weltuntergangstag am 21. Dezember" für ein Beisammensein auf dem Rathausplatz nutzen.

Dabei soll gesungen werden und anschließend Bescherung mit einer Auktion unterm Christbaum sein. Somit lässt das Vorstandstrio mit Harry Krickl, Betina Fischerkeller und Margot Hettich einen alten Brauch im Ort wieder aufleben. Mit einem närrischen Wink auf den Weltuntergang lädt man die Bevölkerung ab 19 Uhr ein, den Rathausplatz mit mitgebrachten Laternen, Fackeln oder Taschenlampen zu erleuchten. "Somit kann uns ein Ufo leicht finden, oder wir könnten das schwarze Loch erhellen", scherzt Betina Fischerkeller. Zur Stärkung werden warme Getränke und Wienerle gereicht.

Eigentlich hatten die Narren eine gemeinsame Schlittenfahrt geplant, aber der Regen der vergangenen Tage ließ dieses Vorhaben dahinschmelzen. Nicht verlegen für neue Ideen kam man darauf, mit einer Christbaumversteigerung zu punkten. Nun sollen alle einen Gegenstand zu Hause suchen, der zwar brauchbar ist, aber eventuell nicht den eigenen Geschmack trifft. "Man kann also alles bringen, was man im zukünftigen Leben nicht mehr an der Backe haben will, so zum Beispiel die Bodenvase von einer Erbtante, eine der vielen Schüsseln, eine im Keller verstaubte Weinflasche oder das tolle Spielzeugauto, mit dem der Sohn nicht mehr spielt", erklärt Harry Krickl die Vorgehensweise.

All diese Gegenstände werden dann an einen Christbaum gehängt, und nach dem gemeinsamen Singen kann die Auktion mit Hammer zum Ersten, Zweiten und Dritten losgehen. Der Ersteigerer bekommt sein Gegenstand samt Baumzweig in die Hände gedrückt, und am Ende kann der Baumstamm sogar als Bohnenstange einen Besitzer finden. Der Erlös soll der geplanten Bronzenarrenfigur für die Ortsmitte zugute kommen.