Bad Dürrheim (kal). "Die Gesetze der normalen Malerei sind in diesen Bildern aufgehoben. Die von mir geschaffenen Kompositionen sind eine andere Welt der Malerei", sagte der Künstler Ottmar Effinowicz bei der Vernissage seiner Bilder in der kleinen Galerie im Rathaus.

Schon allein diese zwei Sätze des in Bad Dürrheim beheimateten Malers werden vermutlich in den nächsten Monaten die Kunstliebhaber zum Besuch der Ausstellung bewegen, die außergewöhnliche Bilder offeriert. Hochinteressant, geradezu den Entdeckerdrang weckend, fesselnd und zum Verweilen und Nachdenkend anregend sind die Werke von Ottmar Effinowicz.

Nachvollziehen können dann die Betrachter möglicherweise auch die weiteren vom Künstler gemachten Aussagen, dass er ohne Fantasie solche märchenhaft anmutenden Bilder nicht schaffen könnte, die Bilder zum Lesen anregen sollen und den Wert zum Anschauen haben müssen. Was die Bilder von Effinowicz so interessant macht, ist, dass man nicht auf den ersten Blick erkennen kann, was er alles in sie hinein interpretiert. Erst beim längeren Betrachten werden die meist in reichlicher Anzahl vorkommenden Einzelheiten vom Auge erfasst. Dies liegt daran, dass der freischaffende Künstler bei seinen Kompositionen zunächst die auf den Betrachter wirkende Farbgebung in den Vordergrund stellt. Thematisch arbeitete er dann seine Bilder mit Darstellungen von Gebäuden, Menschen und Tieren aus, um nur ein Beispiel von der Entstehung eines Bildes zu nennen.

Die rund ein Dutzend ausgestellten Bilder zeigen, dass er sehr vielseitig von der Farbe her, vom Thema und der Technik her arbeitet. Er lässt auch Skulpturen, meist abstrakt oder symbolisch, in seine Bilder einfließen So können Tiergestalten den Kampf oder das Spiel der Individuen darstellen. Es bleibt dem Betrachter überlassen, wie er das sieht.

Organisiert wurde die Ausstellung von der Bürgerstiftung Bad Dürrheim "Gelingendes Leben", deren Vorsitzender Knud Eike Buchmann seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass man die Werke eines bedeutsamen hiesigen Kunstschaffenden präsentieren könne. Vorstandsmitglied Egon Dehner ließ in seine einführenden Worte einfließen, dass man es gerne sehen würde, wenn die Stadt Räumlichkeiten für eine dauerhafte Galerie zur Verfügung stelle. Dazu würde die Bürgerstiftung auch einen Beitrag leisten. Der so angesprochenen Bürgermeister Walter Klumpp meinte, dass man gemeinsam überlegen könne, wie weitere Schritte aussehen könnten.