Bad-Dürrheim Kleingärtner geben Einblick in idyllischen Standort

Schwarzwälder-Bote, 13.08.2012 00:11 Uhr

Bad Dürrheim (kal). Dass die Kleingartenanlage idyllisch eingebettet liegt und ein Paradies für Kleingärtner ist, wurde am Wochenende für die Besucher des Festes der Gartenfreunde Salinensee offenkundig. Gerne nutzten die zahlreichen Gästen die angebotenen kulinarischen Genüsse. Auch das Unterhaltungsprogramm mit dem Alleinunterhalter Dieter und der Sängerin Elke Hauser kam gut an. Was aber manchem der Festbesucher besonders gefiel, war, dass er mit den Gartenbesitzern ins Gespräch kommen konnte und dabei wertvolle Tipps für die Pflege seiner Gartenlandschaft zu Hause erhielt.

Beim Schlendern durch die gepflegte Anlage stach die vielfältige Blumenpracht genauso ins Auge, wie die akkurat angelegten Gemüsebeete. Wer ein Blick in die Gewächshäuser warf, konnte manche Früchte und Gemüsesorten entdecken, deren Anbau in der Region keineswegs üblich ist. So bekamen die Gäste zum Beispiel peruanische Andenbirnen und Zitronengurken zu sehen, die auch wirklich einen Zitronengeschmack haben, wie ihnen vom Gartenbesitzer versichert wurde. Gleich nebenan wachsen prachtvolle Auberginen und Paprika heran. Ein paar Meter weiter ein Beet mit Kohlgewächsen, daneben großblättrige Salatköpfe. Ein Augenreiz folgt dem anderen, so dass man gar nicht weiß, wohin man zuerst hinschauen soll. Auffällig auch, dass in der Anlage vereinzelt neue Gartenhäuser in Blockhausbauweise errichtet wurden. Eines davon entstand auf der Parzelle von Wilhelm Doz, der es zusammen mit seiner Familie errichtete. Bei der Begehung des Grundstückes erklärt der Vereinsvorsitzende Ralf Jansen, dass die Familie zu den neuen Gartenbesitzern in der Anlage zählt und sich sehr gut in die Gemeinschaft integriert habe. Das sei eine der Voraussetzungen dafür, die auch im Vorfeld der Vergabe einer Parzelle umfassend geprüft wird, lässt er wissen. Dass es nicht einfach und manchmal ein langer Weg ist, eine Parzelle zu bekommen, weil die Bewerber zahlreiche Voraussetzungen erfüllen müssen, schiebt er gleich nach. Als mittelfristiges Ziel des Vereins nennt Jansen den Abriss der alten einheitlich aussehenden Gartenhäuser, die zum Teil vor über 30 Jahren errichtet wurden. Sie sollen durch Neubauten ersetzt werden.

Dass auch bei den Gartenfreunden ein Wandel in der Nutzung der Parzellen eingetreten ist, verschweigt der Vorsitzende nicht. Vom Schrebergarten zur Freizeitnutzung gehe der Weg. Heute beläuft sich die reine Gartennutzung auf 50 Prozent. Die 17 Parzellen des 1973 gegründeten Vereins sind durchschnittlich 350 Quadratmeter groß.

Wer von den Vereinsgärtner gute Tipps erhalten möchte, der muss im übrigen nicht bis zum nächsten Sommerfest warten. Jeden Mittwochnachmittag findet ein Hock im Vereinsheim statt, bei dem Gäste willkommen sind.

 
 
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