Bad-Dürrheim Eine von drei Schwerpunktgemeinden

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Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergab gestern die Anerkennungsurkunden für die Aufnahme als Schwerpunktgemeinde in das ELR-Programm, unter anderem an die Bürgermeister von Sasbach, Kleines Wiesental sowie an Bad Dürrheims Bürgermeister Walter Klumpp (links) und den Hauptamtsleiter Markus Stein (Zweiter von links). Foto: Adler Foto: Schwarzwälder-Bote

Bad Dürrheim wurde gestern zusammen mit Kleines Wiesental (Kreis Lörrach) und Sasbach am Kaiserstuhl (Kreis Emmendingen) eine der Gemeinden, die in den kommenden fünf Jahren besondere Fördermittel erhalten, teilte gestern das Regierungspräsidium mit.

Bad Dürrheim. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat die Anerkennungen für drei Schwerpunktgemeinden im Zug des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) überreicht. Für die kommenden fünf Jahre bis 2021 werden die drei Schwerpunktgemeinden gezielt und besonders stark gefördert, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

Bärbel Schäfer: "Das Land unterstützt gezielt Gemeinden und Städte im Ländlichen Raum, die sich weiterentwickeln wollen. Mit den drei Schwerpunktgemeinden Bad Dürrheim, Sasbach und dem Kleinen Wiesental kommen sehr unterschiedliche Kommunen zum Zug. Ihre Anträge haben die notwendige Qualität und Stringenz. Wir brauchen auch im Ländlichen Raum bezahlbaren Wohnraum, den wir mit diesem Instrument und dieser speziellen Förderlinie bis 2021 nachhaltig voran bringen möchten. Das ist ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinden."

Das zentrale Verfahren ist in diesem Jahr geändert worden, so dass die Regierungspräsidien stärker auf die örtlichen Gegebenheiten in ihren Regierungsbezirken eingehen können – in Freiburg kamen drei Gemeinden als Schwerpunkte an die Reihe. Auf Vorschlag des Regierungspräsidiums Freiburg konnten die Antragsunterlagen gestrafft werden, was eine Qualitätsverbesserung der Entwürfe zur Folge hatte.

Die Schwerpunktgemeinden haben nicht nur einen kohärenten Antrag eingereicht, sondern werden auch mit einer Vereinbarung mit Ziel- und Maßnahmenindikatoren auf eine fortlaufende Projektbegleitung in ihrer Umsetzung festgelegt. Damit ist eine bessere Bewertung der Fortschritte und des Gesamterfolgs möglich. Die Landesregierung hat sich bei der aktuellen Ausschreibung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) besonders der Unterstützung der Förderlinie Wohnen verschrieben. Damit gemeint sind konkrete Maßnahmen zur Modernisierung, Umnutzung, Verbesserung des Wohnumfelds, des Schließens von Baulücken, die Bereitstellung bisher nicht genutzter Baugrundstücke und die Reaktivierung von Brachflächen für die Wohnraumnutzung.

Die Anträge der Gemeinden sind mit einer Matrix auf Basis der Kriterien für das ELR-Programm bewertet und so inhaltlich auf Herz und Nieren durch das Regierungspräsidium Freiburg geprüft worden.

Bad Dürrheim: Die Gemeinde möchte mit dem Status als Schwerpunktgemeinde ihre Defizite in der Grundversorgung in einigen der sieben Teilorte beheben und Potenziale durch jetzt oder demnächst leer stehende Bauernhäuser aktivieren. Mit Hilfe der Entwicklungsplanung sollen auch Rivalitäten zwischen den Teilorten abgebaut werden.

Kleines Wiesental: Die Gemeinde mit ihren acht ehemals selbstständigen Ortsteilen im Kreis Lörrach und 2900 Einwohnern liegt mit ihrer Steuerkraft deutlich unter dem Landesschnitt und weist bisher kaum zentrale Strukturen auf. Hier soll Wieslet stärker als Zentrum aufgebaut werden, der auch eine Grundinfrastruktur und soziale Einrichtungen aufweisen soll. Hierfür ist ein städtebaulicher Wettbewerb in Vorbereitung.

Sasbach am Kaiserstuhl: Der Weinort im Kreis Emmendingen weist 3450 Einwohner auf und spürt einen deutlichen Druck auf den Immobilienmarkt. Es liegt ein Maßnahmenkatalog mit mittel- und langfristiger Perspektive vor, in der eine Betriebsverlagerung mit einer späteren Umwandlung in Wohnraum vorgesehen ist. Weitere Maßnahmen betreffen die Aktivierung von Bauflächenreserven, das Schließen von Baulücken und die Modernisierung von Altgebäuden.

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