Pforzheim - Der frühere Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) ist wieder berufstätig. Sein Anwalt, Christoph Kleiner, bestätigte der „Pforzheimer Zeitung“, dass Mappus seit Herbst, anderthalb Jahre nach seiner Wahlniederlage, wieder arbeitet. Den Vertragspartner wollte der Anwalt nicht nennen.

Der Zeitung zufolge soll es sich um eine freiberufliche Tätigkeit handeln, die den Pforzheimer häufig in die Schweiz sowie dem Vernehmen nach in Richtung München und Karlsruhe führe. Unklar sei, ob dies auf eine Zusammenarbeit mit seinem früheren Arbeitgeber Siemens hindeutet, dessen Konzernzentrale in München residiert und der in Karlsruhe den fünftgrößten Standort innerhalb des Konzerns hat. Ein Wegzug der Familie aus Pforzheim sei dem Anwalt zufolge nicht geplant.

Nachdem der Staatsgerichtshof das EnBW-Geschäft des früheren Regierungschefs für verfassungswidrig erklärt hatte, hatte Mappus im November 2011 seinen Job als Leiter des Brasiliengeschäfts von Merck nach nur vier Monaten in beiderseitigem Einvernehmen beendet. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Untreue im Zusammenhang mit dem EnBW-Aktienankauf gegen ihn.