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»Pimp my Home« heißt der Trend / Qualität ist wichtig
Früher war das anders. Da wurde in der Küche lediglich das Essen zubereitet, welches mit Gästen im feinen Esszimmer eingenommen wurde. Danach zog die ganze Gesellschaft ins Wohnzimmer um, wo der Rest des Abends auf dem gemütlichen Sofa verbracht wurde - mit Zigarre selbstverständlich.
Doch mit den sich ändernden Ansprüchen ans Wohnen haben sich in vielen Ländern auch die Aufteilungen der Räume grundlegend verändert. Es gibt im modernen Grundriss kaum noch geschlossene Räume. Die klar abgegrenzten Bereiche von einst verschmelzen miteinander. Und sie haben sich auch von ihren alten Funktionen gelöst. Moderne Bewohner fragen sich nicht mehr, was in ihr Wohnzimmer gehört, sondern was sie in ihrem so definierten Raum machen wollen. Das einstige »Entweder-Oder-Modell« wird abgelöst durch ein eindeutiges »Sowohl-Als-Auch«. Alles ist möglich, und man kann seine facettenreiche Persönlichkeit im eigenen Zuhause richtig ausleben. So überwindet man heute beim Einrichten alte, traditionelle Grenzen, setzt das Fernsehen in den Küchenbereich, macht den Esstisch in der offenen Küche mit Esssessel zur Kommunikationszentrale und stellt die Badewanne ins Schlafzimmer. Alte Möbel werden mit neuen vereint, Wintergrillen geht, und wenn es sein muss, wird die Diele zur Disco. Diese Freiheit in den eigenen vier Wänden bietet enorm viel Identität und gestalterische Unabhängigkeit.
Klar ist dabei, dass einem das eigene Zuhause immer wichtiger wird. Neue Studien belegen, dass das eigene Zuhause zum sozialen Mittelpunkt avanciert und daher Kneipen- oder Restaurantbesuche immer mehr ersetzt. Natürlich tragen auch Smartphones, Netbooks oder Tablet-Computer als Kommunikationsmittel zu diesem Rückzugstrend bei. Aber ohne zwischenmenschliche Kontakte, den Besuch von Freunden zu einem leckeren Essen oder dem gemeinsamen Fußballgucken, funktioniert das Leben nicht. Und wenn man schon viel Zeit Zuhause verbringt, soll es eine Wohnung sein, die der Seele gut tut.
Innerhalb dieser neuen Wohnräume hat sich in den vergangenen Jahren daher auch bei der Ausstattung mit Möbeln viel verändert. Moderne Möbel müssen hochwertig sein und viele Funktionen erfüllen. Insgesamt werden sie daher wieder kleiner, weil man allerhand mit ihnen anstellen kann. So können Sofas beispielsweise leicht verstellt werden, so dass größere Flächen entstehen. Schreibtische brauchen nur noch eine kleine Arbeitsfläche, da die Technik kleiner wird, Vitrinen können schmal sein, weil LED-Licht keinen Platz mehr braucht. Poufs zum Herumtragen in der Wohnung sind flexible Sitzmöglichkeiten, die überall hinpassen. Tische werden mit einfachen Handgriffen verlängert, wenn Freunde zum Essen kommen. Flachbildschirme werden mit der Fernbedienung im Sideboard versenkt.
Das Hauptmotto der kommenden Saison wird »Pimp my Home« bleiben. Zuhause sind die gestalterischen Möglichkeiten doch am größten. Zum »Pimpen« gibt es genügend Accessoires und Dekorationsideen, die die eignen vier Wände auch mit kleinem Budget immer weiter verschönern können. Es gibt also vieles Neues zu entdecken auf der imm cologne 2012. Sieben Tage lang zeigen vom 16. bis 22. Januar 2012 über 1.000 Aussteller aus der ganzen Welt ihre neuen Produkte und Einrichtungsphilosophien in der Domstadt.
Ihr Ratgeber rund um interessante Themen und Firmen aus der Region. Diese Woche Auto aktuell.