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| Auf Knopfdruck Wärme: Für eine Meisterwerkstatt ist die Nachrüstung einer Sitzheizung kein Hexenwerk. Foto: Nissan |
Einmal den Schalter umlegen oder am Rädchen drehen, und in wenigen Minuten kriecht wohlige Wärme in Po und Rücken.
Kein morgendliches Bibbern mehr, kein Frost im Stau.Wer einmal den Komfort einer Sitzheizung genossen hat, weiß ihn zu schätzen; auch weil der Winterwärmer mehr Sicherheit beim Fahren bietet, betont Ulrich Köster, Pressesprecher des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.
Weit über 50 Prozent der Autofahrer entscheiden sich bereits beim Neuwagenkauf für beheizbare Sitze. Die gute Nachricht für alle Spätentschlossenen: Kfz-Innungsbetriebe rüsten die elektrischen Heizschleifen auch nach. Sie werden unter dem Original-Sitzbezug verlegt und sind in bis zu zwei Stufen, aber auch stufenlos regelbar.
Die Schalter finden auf der Mittelkonsole, am Sitz oder verdeckt eingebaut am Armaturenbrett Platz. Elektronische Temperaturwächter garantieren Sicherheit. Die Wärme wird mit dem Kraftstoffverbrauch bezahlt. Den Strom ziehen die Einbauheizmatten über den Zigarettenanzünder oder direkt über den Kabelstrang der Sicherung aus der Batterie.
Wurden vor Jahren ausschließlich Litzenheizungen zwischen Polster und Stoff beziehungsweise Leder montiert, feiern mittlerweile auch im Nachrüstgeschäft solche aus Carbon ihren Siegeszug. Die Fasern aus reinem Kohlenstoff halten hohen Belastungen wesentlich besser stand, strahlen Wärme schneller und gleichmäßiger aus und lassen sich auf Maß zuschneiden. Jedes Auto und jeder Sitz kann so zum kleinen Ofen mutieren.
Der Einbau gehört in Profihand, rät Köster. Das gilt vor allem dann, wenn Seitenairbags in die Sitze eingebaut sind. Manche Autohersteller verkleben zudem oft Schaumstoff und Bezug. Beide lassen sich nur mit Spezialwerkzeug, Geschick und Erfahrung trennen. Und läuft beim Einbau etwas schief, erlischt die Garantie des Herstellers. Beim Kauf der Sitzheizung sollte man auf die CE-Kennzeichnung und das TÜV-Siegel achten. Hände weg von No-Name-Produkten. Preiswerte Alternativen sind Sitzauflagen, die an den Zigarettenanzünder angedockt werden. Wichtig hier: Sie sollten mit Temperaturregler und Überhitzungsschutz ausgestattet sein.
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