Anzeige - Rund ums Auto - Update Beleuchtung regelmäßig checken

Schwarzwälder Bote, 23.04.2013 22:49 Uhr
Ein Sortiment mit Ersatzbirnchen gehört in jedes Auto. Wer defekte Lampen nicht selbst wechseln will, sollte unverzüglich eine Werkstatt aufsuchen. Das gilt auch für Xenonscheinwerfer: Der Wechsel dieser Lampen ist für Laien tabu.. Foto: ProMotor

Die Profis vom Kfz-Gewerbe geben Tipps / Gute Sicht erhöht die Verkehrssicherheit

Auch wenn die Tage mittlerweile wieder länger werden: Bei kaum einer Autofahrt kommt man im Winter ohne Licht aus. Deshalb sollten Autofahrer sicherstellen, dass Beleuchtung ihres Fahrzeugs einwandfrei funktioniert.

Sehen und gesehen werden sind ganz zentrale Sicherheitskriterien im Straßenverkehr. Damit das optimal gewährleistet ist, hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ein paar Tipps zusammengestellt.

Ist das Licht an?

Seit vergangenem Jahr sind die Tagfahrleuchten bei neuen Modellen Pflicht. Nicht selten vergessen Fahrer solcher Autos das rechtzeitige Umschalten auf Abblendlicht in der Dämmerung und in Tunnels. Das ist aber wichtig, weil beim Tagfahrlicht meist die Rückleuchten nicht in Betrieb sind. Entspannt sehen das Besitzer eines Dämmerungssensors. Eine solche Automatik lässt sich bei vielen Fahrzeugtypen im Kfz-Betrieb nachrüsten – auch bei älteren Fahrzeugen ohne Tagfahrlichtschaltung.

Einäugig ist blauäugig

Brennt eine Lampe durch, muss sie nach den gesetzlichen Vorschriften »unverzüglich« erneuert werden. Das muss nicht unbedingt am Straßenrand geschehen, die Fahrt zur Werkstatt ist noch erlaubt. Wird man beim Fahren mit nur einem funktionierenden Scheinwerfer oder einer Heckleuchte erwischt, kostet das Bußgeld.

Für Durchblick sorgen

Scheinwerfer und Leuchten erfüllen nur dann ihre Funktion, wenn sie sauber und frei von Eis und Schnee sind. Also beim morgendlichen Schnee entfernen diese Teile nicht vergessen. Was viele nicht wissen: Verschmutzte Scheinwerfer blenden mehr.

Der Belag stört die optischen Eigenschaften. Also unterwegs an das Reinigen denken. Das bleibt erspart, wenn man eine Scheinwerferreinigungsanlage hat. Doch auch die muss in Ordnung sein. Beim Eiskratzen auch die Düsen oder Wischer freilegen. Besonders wichtig ist das bei den modernen Teleskopdüsen der Scheinwerfer-Dusche.

Lichttest zwischendurch

Der Parkplatz vor der Schaufensterscheibe bietet eine gute Kontrollmöglichkeit für die Lichtfunktionen. Die gern vernachlässigte Leuchtweitenregulierung lässt sich vor einer Wand prüfen. Bewegt sich das Licht beim Betätigen des Reglers auf und ab, ist alles in Ordnung.

An den Schalter sollten sich Winterurlauber erinnern, wenn sie mit viel Gepäck verreisen. Sie verhindern damit die Blendung des Gegenverkehrs. Besitzer von Autos mit Xenonlicht müssen sich darüber keine Gedanken machen.

Die Leuchtweite passt sich automatisch an. Übrigens wird eine defekte Leuchtweitenregelung bei der Hauptuntersuchung beanstandet. Die Reparatur ist ein Fall für den Kfz-Meisterbetrieb.

Bei Nebel unterwegs

Lichthupe von hinten bei eingeschalteter Nebelschlussleuchte? Dann ist die Sicht vielleicht doch nicht so schlecht und das helle rote Licht blendet andere Verkehrsteilnehmer. Laut Straßenverkehrsordnung darf es nur bei weniger als 50 Meter Sicht und nur bei Nebel leuchten. Also nicht bei Schneefall oder Regen.

Bei Nebelscheinwerfern sind die Vorschriften nicht so streng, doch die Sicht muss durch »Nebel, Regen oder Schnee behindert« sein. Die Kfz-Profis empfehlen bei Sichtweiten unter 100 Meter, die Nebelscheinwerfer zusätzlich zum Abblendlicht zu verwenden. Bei sehr dichtem Schneefall ist dagegen die Sicht zusammen mit Standlicht besser. Dann allerdings muss auch die Geschwindigkeit stark gedrosselt und den widrigen Sichtverhältnissen angepasst werden. Was übrigens auch für die Nebelschlussleuchte gilt: Ist sie eingeschaltet, beträgt die maximal erlaubte Geschwindigkeit nur noch 50 Stunden­­kilometer..

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