Anzeige - Rund ums Auto - Update Schlecht gewartet – teuer bezahlt
Schwarzwälder Bote, 23.04.2013 22:49 Uhr| Wird ein Auto regelmäßig vom Fachmann durchgecheckt, kann beginnender Verschleiß früh entdeckt und behoben werden. Nicht eingehaltene Wartungs- und Wechselintervalle können dagegen teure Folgen haben. Foto: ProMotor |
Checks beugen bösen Überraschungen vor
Die Deutschen sind Wartungsmuffel. Laut Report der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) ließen sie 2012 0,90 Wartungsarbeiten pro Auto ausführen, 2011 waren es noch 0,96. Das sei am falschen Ende gespart, warnt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).
Autos brauchen Pflege und Wartung, damit sie sicher und wie geschmiert rollen. Säumige Fahrzeugbesitzer nehmen Unfallrisiken und Folgeschäden in Kauf, gibt der Verband zu bedenken. Das kann – selbst in der Garantiezeit – teuer werden: Kommt es wegen der Überschreitung der Wartungsintervalle zum Schaden am Fahrzeug, bleiben die Besitzer schlimmstenfalls auf den Reparaturkosten sitzen. Abgesehen davon verkauft sich ein scheckheftgepflegtes Auto besser. Nicht eingehaltene oder lax überzogene Fristen können böse Folgen haben, wie einige Beispiel zeigen.
Zahnriemen übertragen die Kraft von der Kurbel- auf die Nockenwelle. Temperaturschwankungen, Motoröl und Feuchtigkeit setzen dem flexiblen Kunststoffmaterial dabei kräftig zu. Es wird mit der Zeit spröde, kann reißen und mehrere Tausend Euro teure Motorschäden verursachen. Hersteller empfehlen deshalb, den Zahnriemen entsprechend den Vorgaben zu wechseln – je nach Automodell und Qualität nach 40 000, spätestens nach 120 000 Kilometern.
Die Bremsanlage ist das Sicherheitssystem Nummer eins im Auto. Der regelmäßige Austausch der Bremsflüssigkeit ist wichtig, weil diese nach und nach Wasser aufnimmt und so der Siedepunkt sinkt. Fatale Folge: Die Flüssigkeit erhitzt sich durch häufiges starkes Bremsen, es bilden sich Luftbläschen, die Bremswirkung lässt nach. Mit einer Siedepunkt-Messung kommen die Werkstattprofis Mängeln schnell auf die Spur. Die ZDK-Experten raten, unabhängig von der Herstellerempfehlung, einmal jährlich zu einer Sichtkontrolle der Bremsanlage. Auf dem Prüfstand stehen dabei Beläge, Bremsscheiben oder Bremstrommeln. Nur so lassen sich teure Reparaturkosten vermeiden.
Motoröl altert mit der Zeit und verliert seine Schmierfähigkeit. Auch wenn die neuen hochleistungsfähigen Öle länger wirken als früher – ein regelmäßiger Wechsel nach zirka 30 000 Kilometern muss sein. Das Geld dafür ist gut angelegt, denn wenn der Motor festgeht, können schnell mehrere Tausend Euro für einen neuen Motor fällig werden. Wann das Öl ausgetauscht werden muss, hängt nicht nur vom vorgeschriebenen Intervall des Herstellers , sondern auch von individuellen Kriterien wie Art der Nutzung und verwendeter Ölsorte ab.
Stoßdämpfer müssen eine Menge schlucken. Der Verschleiß kommt schleichend, so dass Autofahrer ihn kaum oder oft spät bemerken. Erste Anhaltspunkte sind längere Bremswege, weniger Spurstabilität, verminderte Wirkung der elektronischen Regelsysteme. Reifen und Fahrwerk nutzen sich schneller ab. Alles schlagkräftige Argumente für den Check auf dem Prüfstand, den die Kfz-Profis alle 20 000 Kilometer empfehlen.
Reifen werden beim Check in der Werkstatt nach Beschädigungen wie Risse, Beulen oder Schnitte untersucht. Weil Sonne, Hitze, Kälte und Feuchtigkeit sie mit den Jahren porös machen und alt aussehen lassen, sollten spätestens nach zehn Jahren neue Pneus her. Ebenfalls einen Blick wert: das Profil. Die Profis empfehlen bei Sommerreifen mindestens drei Millimeter, gemessen in der Mitte der Lauffläche.
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