Anzeige - Rund ums Auto - Update »Jetlag« auf dem Weg zur Arbeit

Schwarzwälder Bote, 23.04.2013 22:49 Uhr
Frühjahrsmüde? Besonders wer schon frühmorgens mit dem Auto unterwegs ist, sollte für frische Luft im Auto sorgen und bei längeren Fahrten regelmäßige Pausen einplanen. Foto: ProMotor

Zeitumstellung und Stimmungshoch, Pollenflug und Zweiradfahrer: Der Frühling hat's in sich

Immer am letzten Sonntag im März werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt und stehlen uns eine Stunde Schlaf. Das wirbelt nicht nur den Biorhythmus für ein paar Tage durcheinander, sondern erhöht auch das Unfallrisiko im Straßenverkehr.

Jährlich steigt die Zahl der Unfälle mit Personenschäden von März bis April an: 2011 waren es 22 Prozent, berichtet »ProMotor«, der Branchendienst des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.

Die Zeitumstellung ist es aber nicht allein, die viele Menschen im Frühjahr anscheinend müde und unaufmerksam macht, wenn die Natur erwacht. Dr. Peter Geisler, Leiter des Schlaflabors am Bezirksklinikum Regensburg, macht neben der Umstellung im Hormonstoffwechsel auch das Stimmungshoch dafür verantwortlich: »Wir kommen aus dem Wintertief raus, sind euphorisch und fahren riskanter. Schuld sind auch Pollenallergien, die uns mit Niesen, laufender Nase und Müdigkeit quälen.« Wetterfühlige und ältere Menschen fühlen sich besonders schlapp. Kommen dann noch Radler und Motorradfahrer ins Spiel, wird es auf den Straßen eng.

Gähn-Attacken am Lenkrad sollten deshalb ernst genommen werden, um keinen Sekundenschlaf zu riskieren. Regelmäßige Pausen mit kleinen Sporteinlagen und vitaminreiche, leichte Kost bringen den Kreislauf wieder in Schwung: Mediziner empfehlen generell reichlich Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen am Morgen und sich für ein paar Tage der Zeitumstellung anpassen – eine Stunde früher aufstehen, eine Stunde früher ins Bett gehen.

Geisler: »Wärme und Helligkeit gaukeln eine höhere Leistungsbereitschaft vor. Davon sollte man sich nicht hinreißen lassen und auf seinen Körper noch genauer hören.« Im Klartext: Frühlingsgefühle hin oder her – auf dem Weg zur Arbeit ist momentan noch mehr Vorsicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr angesagt

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