Anzeige - Rund ums Auto - Update Ein ewiges auf und ab
Schwarzwälder Bote, 23.04.2013 22:49 Uhr![]() |
| Eine Sichtkontrolle reicht bei Stoßdämpfern nicht aus, hier ist eine komplexe Messtechnik erforderlich. Foto: ProMotor |
Nur intakte Stoßdämpfer sind sicher / Check in der Werkstatt
Stoßdämpfer müssen viel leisten: Rund sieben Millionen Mal bewegen sie sich bei einer Laufleistung von 14 000 Kilometern auf und ab – im Schnitt also alle zwei Meter.
Verschleiß bleibt da nicht aus und weil sie im Verborgenen arbeiten, werden sie kaum beachtet. »Etwa jeder zehnte Autofahrer ist mit defekten Stoßdämpfern unterwegs«, sagt ein Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK). Stoßdämpfer sorgen nicht nur für Fahrkomfort, sondern unterdrücken die Schwingungen der sich ständig bewegenden Federn und drücken die Räder permanent auf die Fahrbahn. Ohne Dämpfer würde das Auto wie ein Boot auf den Wellen schaukeln und die Räder bei Schlaglöchern wie Gummibälle springen.
Sind die Dämpfer beschädigt, mindern sie die Wirkung von elektronisch gesteuerten Fahrwerkskomponenten wie der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESP), dem Antiblockiersystem (ABS) oder der Antriebsschlupfregelung (ASR).
Bei Ausweichmanövern, in Kurven oder auf schlechten Wegen können die Reifen kurzzeitig den Kontakt zur Straße verlieren. Zudem verlängert sich nicht nur der Bremsweg um bis zu zehn Prozent, auch die Reifen verschleißen schneller, und die Aquaplaning-Gefahr steigt.
Der Verschleiß kommt schleichend, die Autofahrer gewöhnen sich langsam an das schlechtere Fahrwerk. Wer unsicher ist, ob die Stoßdämpfer in Ordnung sind, sollte die Fachleute in den Kfz-Meisterbetrieben fragen. Denn »der berühmte Wipp- oder Wackel-Selbsttest an den Kotflügeln ist nicht aussagekräftig und enttarnt lediglich völlig funktionslose Dämpfer«, betont der Sprecher.
Die Fachleute nutzen einen umfassenden Testzyklus und simulieren auf dem Prüfstand die unterschiedlichen Fahrsituationen. Dort registrieren sie, wie das Auto darauf reagiert. Generell sollten Autofahrer nach spätestens 60 000 Kilometern bei Neuwagen und alle 20 000 Kilometer bei älteren Fahrzeugen die Stoßdämpfer und Federn bei einem Kfz-Meisterbetrieb kontrollieren lassen.
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