Anzeige - Rund ums Auto - Update Augen auf an der Zapfsäule

Schwarzwälder Bote, 23.04.2013 22:49 Uhr
Falsch getankt? Hier ist der Fachmann aus dem Kfz-Meisterbetrieb gefragt. Wurde der Motor gestartet, ist es mit dem Auspumpen des Tanks meist nicht mehr getan. Foto: ProMotor

Benzin im Dieseltank: Fehlbetankung kann kapitale Schäden zur Folge haben

Geträumt und unachtsam zur falschen Zapfpistole gegriffen – und schon ist es passiert: Mehr als 5000 Autofahren haben sich 2012 vertankt.

Es kann jedem widerfahren, denn die Benzin-Zapfpistole passt auch in den Einfüllstutzen eines Diesel-Fahrzeugs. Bei Benzinern hingegen schützt eine dickere Dieselzapfpistole vor Verwechslung.

Nur wenige Liter des falschen Kraftstoffs im Dieseltank genügen, um die Pumpe-Düse-Einspritzanlagen zu beschädigen. Im schlimmsten Fall verursacht das Benzin-Diesel-Gemisch sogar einen Motorschaden.

Dieselkraftstoff besitzt spezielle Schmiereigenschaften, die ein Blockieren des Einspritzsystems verhindern. Bereits geringe Beimischungen von Benzin lassen diesen schützenden Schmierfilm reißen.

Wer die Falschbetankung rechtzeitig bemerkt, sollte auf keinen Fall den Motor starten – selbst wenn der nächste Kfz-Betrieb in der Nähe ist, sollte das Auto dorthin abgeschleppt werden. Ist der Dieselmotor bereits mit dem Diesel-Benzin-Gemisch gestartet worden, kann es zum heftigen Nageln und Stottern des Motors oder Folgeschäden kommen.

Das Auspumpen des Tanks und eine Tank-Reinigung reichen dann nicht. Alle Teile, die mit dem Diesel-Benzin-Gemisch in Berührung gekommen sind, müssen eventuell ausgetauscht werden.

Für Bedienungsfehler kommt niemand auf
Die Wahl des falschen Kraftstoffs gilt übrigens als reiner Bedienungsfehler. Versicherungen, Mineralölkonzerne und Autobauer kommen daher für die Unachtsamkeit der Autofahrer nicht auf.

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