Anzeige - Immobilien Seite an Seite mit Nachbarn – Reihen- oder Doppelhaus bauen

SBO, 31.01.2012 00:00 Uhr
Der Kauf eines Reihenhauses ist ein vergleichsweise günstiger Weg zum Eigenheim. Foto: Warnecke

FinanzielleVorteile machen diese Wohnform für viele Bauherren attraktiv

Die vier eigenenWände müssen nicht immer einem allein gehören: Im Reihenoder Doppelhaus teilt man diese mit dem Nachbarn, und das ist preislich für viele eine tolle Sache.

Dafür ist man nicht ganz so frei in der Gestaltung des Wohnraums. Mehr als drei Viertel der Deutschen träumen vom Eigenheim, doch nur rund ein Viertel davon kann sich vorstellen, die Hauswände mit anderen zu teilen. Doch, schaut man sich gerade in Städten um, klafft die Realität von Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander: Das häufigste Wohnmodell sind Reihen- oder Doppelhäuser, denn diese sind auch günstiger.

Dabei sind Vorbehalte nachzuvollziehen: »Eine frei stehende Immobilie erfüllt den Wunsch nach größtmöglicher Unabhängigkeit am besten. Beim Reihenhaus, speziell in der Sandwichposition mit Nachbarn rechts und links, muss man stärkere Zugeständnisse machen«, erläutert Peter Haueisen, Fachbereichsleiter für Baufinanzierung. »Deshalb erscheint auch das Doppelhaus vielen attraktiver. Bei diesem Komfortreihenhaus hat man es lediglich mit einem Nachbarn zu tun.«

Doch auch das Reihenoder Doppelhaus kann gerade in Städten ein attraktives Zuhause nach eigenem Geschmack sein, wenn man bereits im Vorfeld des Kaufes einiges beachtet. »Es wird die Wohnform gewählt, die finanziell realisierbar ist«, sagt Haueisen. Auch Eva Reinhold- Postina, Sprecherin des Verbandes Privater Bauherren (VPB) in Berlin, sagt: »Die Kosteneffizienz spricht eindeutig für das Reihenoder Doppelhaus.« Dass die beiden Wohnmodelle bei guter Lage oft verhältnismäßig preiswert angeboten werden, liege daran, dass solche Projekte häufig von Bauträgern realisiert werden, die günstig kalkulieren und daher einen guten Festpreis anbieten können.

»Bei diesem Versprechen ist aber Vorsicht geboten«, warnt Reinhold-Postina. »Oft ist es lediglich ein Köder und es kommen weitere, versteckte Kosten auf den Käufer zu.« Zu solchen unliebsamen Überraschungen komme es, wenn der vereinbarte Preis einige Leistungen wie die Kosten für Aushub und Entsorgung oder den Strom-, Wasser- und Kanalisationsanschluss nicht beinhaltet.

Auf solche Vertragslücken zu achten, empfiehlt auch Ratgeberautor Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg. Hilfreich könnten vom Bauunternehmen unabhängige Experten wie von den Verbraucherzentralen, dem Bauherrenschutzbund oder dem VPB sein, die den Vertrag durchsehen.

Doch wie groß ist der Freiraum, der Bauherren von Reihenhäusern überhaupt bleibt? Individuelle Wünsche haben dort in der Tat weniger Platz als im frei stehenden Eigenheim, zumal Grundriss und Fassadengestaltung oft mehr oder minder vorgegeben sind.

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