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| Abb.1: Nicht einfach vollstopfen: Falsch verstautes Gepäck kann während der Fahrt zur Gefahr werden. Foto: GDV
Foto: ADAC |
Viele Familien starten in Kürze mit dem Auto in den heiß ersehnten Urlaub. Für eine entspannte Anreise ans Meer oder in die Berge geben die Experten der Kfz-Innung nützliche Tipps.
Wer mit Kindern in die mehrwöchigen Ferien verreist, transportiert oft viel Gepäck. Beim Beladen des Autos gilt: Schwere Teile gehören vorne in den Kofferraum, am besten direkt an die Lehne der Rückbank. Kleinere Teile füllen die Zwischenräume aus. An wichtige Dinge, wie Medikamente, Getränke und Speisen, sollten die Reisenden herankommen – ohne den Kofferraum auszuräumen. Wer ein Dachträgersystem besitzt, kann hier Fahrräder oder größere Sportgeräte für die Kinder unterbringen. Ins Urlaubsgepäck des Nachwuchses gehören auf alle Fälle der Impfpass, eine Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.
Sicherheit geht vor, da sind sich die Auto-Experten einig. Deshalb: Kinder dürfen nur in den entsprechenden Sitzen mitfahren. Zulässig sind Kindersitze mit der Kennzeichnung ECE R 44/03. Über die gesetzlichen Anforderungen, aber auch über den Einbau und die Handhabung des Sitzes können sich Eltern in den Kfz-Meisterbetrieben informieren. Außerdem gibt es Folgendes zu beachten: Kinder, die kleiner als 1,50 Meter oder unter 13 Jahre alt sind, reisen auf einer Sitzerhöhung. Am sichersten ist der Platz auf der Rückbank. Der Sitz muss sich fest auf den Fahrzeugsitzen befestigen lassen, darf nicht kippen oder verrutschen. Sowohl das Kind im Sitz als auch der Sitz im Fahrzeug sollten immer so straff wie möglich angegurtet werden. Die Gurte sitzen dann korrekt, wenn der Schultergurt über die Schultermitte und den Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge läuft.
Haben alle Mitreisenden und das Gepäck ihren Platz gefunden, kann die Fahrt beginnen. Ein Start in der Nacht oder nach der großen Reisewelle kann helfen, möglichst ohne Stau den Urlaubsort zu erreichen. Bedingung für eine Nachtfahrt ist natürlich, dass der Fahrer ausgeschlafen ist.
Wer mit Kindern reist, kennt das gut: Schon nach wenigen Kilometern fragen die jüngsten Reisenden: "Wann sind wir endlich da, wie lange dauert das noch?" Kinder fiebern dem Reiseziel oft am stärksten entgegen. Malvorlagen, Spielkonsolen und Sprachspiele sorgen für Ablenkung. Schulkinder beschäftigen sich gern mit dem Atlas und verfolgen mit dem Finger auf der Landkarte die Route. Moderne Bordtechnik von CD-Geräten bis hin zu DVD-Systemen, die der Fachhandel bietet, hilft auch gegen Langeweile.
Keine Frage, Kinder brauchen viel Bewegung. Kleinere Kinder benötigen etwa jede Stunde einen Stopp, Ältere alle zwei Stunden. Bei einer Pause auf einem Autobahnrastplatz oder einem Abstecher zu Spielplätzen oder Seen können Kinder sich austoben und Erwachsene neue Kraft tanken.