Anzeige - Altbausanierung Beläge an Fassaden
SBO, 25.04.2012 00:00 Uhr![]() |
| Mit Algen, Moos oder Pilzen überzogene Bauteile und Fassaden reinigt man materialschonend mit der Bürste. Foto: Mayer |
Unansehnlich und schwer zu bekämpfen
Feuchte Ecken hat jedes Haus. Da tropft das Regenwasser, da sammelt sich eine Pfütze und da wachsen Moos, Algen und Pilze. Die grünen Belege sind von Hand nicht so leicht wieder wegzubekommen, und Maschinen machen oftmals mehr kaputt als wieder schön.
Ein Mauervorsprung oder die schattige Nordfassade: Solche Stellen an Häusern zieren gerne unansehnliche grüne Beläge. Die Verursacher sind in der Regel Algen. Auf ihnen siedeln sich Flechten, Moose und Pilze an, wie Uta Maria Schmidt von der Verbraucherzentrale Rheinland- Pfalz in Mainz erklärt.
Die Sporen der Mikroorganismen lassen sich dort nieder, wo sie gute Bedingungen finden. Deren wichtigste Lebensgrundlage ist Feuchtigkeit.
Auch alle Ritzen, Winkel und Nischen sind lange feucht. Dort besonders können Beläge Schäden verursachen. Denn dringen Feuchte oder Wurzeln durch einen Riss im Putz oder Ziegel in die Gebäudehülle ein, können sie bei Frost die Fassade aufbrechen.
Selbst wenn es nicht zum Schlimmsten kommt: Schön ist der Bewuchs nicht. Auf kleinen Flächen könne man die Beläge mit einem harten Besen oder einer trockenen Bürste entfernen, empfiehlt Baufachberaterin Schmidt. Hartnäckiger Belag sollte zuvor angefeuchtet werden. Schwierig gestaltet sich die Reinigung großer Flächen, denn für eine übermannshohe Hausfassade wird ein Gerüst benötigt.
Vorsicht ist überall beim Einsatz von Dampfstrahlgeräten und Hochdruckreinigern geboten. Vor allem in den An- und Abschlussbereichen kann schnell Wasser unter die Dacheindeckung gelangen.
Langfristig wirkungsvoller ist, den Belägen vorzubeugen. »Eine einfache Maßnahme ist, Sträucher und Bäume in Gebäudenähe regelmäßig großzügig zurückzuschneiden «, sagt Schmidt. Mit etwas Freiraum würden Fassaden und Dach schneller abtrocknen.
Hilfreich ist auch eine jährliche Reinigung der Dachrinnen. Denn aus verstopften Rinnen oder Fallrohren schwappt Wasser über den Rand. Fehlen Siebeinsätze in den Fallrohren, wird auch grober Schmutz mitgespült. Dieser bleibt in der Drainage hängen und behindert dort den Abfluss. Ein feuchter Sockel kann die Folge sein.
»Beim Neubau oder einer Sanierung hat der Bauherr diverse konstruktive Möglichkeiten «, erklärt Baubiologe Hauenstein. »Ganz wichtig ist ein ausreichend großer Dachüberstand von 50 bis 80 Zentimetern. « Das sichere die Fassade vor Schlagregen. Eine umlaufende Schicht aus Drainageschotter am Boden halte darüber hinaus den Sockel trocken.
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