Anzeige - Altbausanierung Arbeiten auf dem Dach - Warten, Reparieren und Dämmen in einem Aufwasch

SBO, 23.05.2011 15:20 Uhr
Das Dach neu decken lassen ist oftmals günstiger als eine Reinigung und Neubeschichtung.
Foto: Kai Remmers

Ein Hausdach muss einiges aushalten: Schnee und Eis im Winter, viel Sonne im Sommer. Dazwischen regnet es. Es wundert nicht, dass da der Zahn der Zeit am Dach nagt – Warten und Sanieren sind Pflicht.

Im Winter sind es die Schneebretter, im Frühling lockere Dachziegel: Fällt etwas vom Dach, haftet der Besitzer für Schäden. Die Gefahren, die von schlecht gewarteten oder einfach zu alten Dächern ausgehen, sind hoch.

Die Schönheitsmängel dort oben fallen zuerst auf: Patina durch Umwelteinflüsse sowie Algen, Flechten und Moose beunruhigen Hausbesitzer oft. Doch von einer Reinigung mit Hochdruckreiniger raten Experten ab. Denn sie könne bei falscher Handhabung Schäden an der Dacheindeckung hinterlassen, sagt etwa die Architektin Eva Reinhold-Postina vom Verband der Privaten Bauherren. Auch die Dämmschicht kann dabei durchnässt werden. Die Arbeiten hätten in erster Linie nur einen optischen Effekt und seien auf keinen Fall eine Sanierung, ergänzt Werner Neumann von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Die wirklich schwerwiegenden Mängel auf dem Dach fallen dagegen oftmals auf den ersten Blick nicht auf: Durch undichte Anschlüsse von Schornsteinen, Gauben und Dachflächen-Fenstern oder durch verschobene Ziegel kann Feuchtigkeit ins Innere eindringen. An den Firstziegeln löst sich mit der Zeit der Mörtel, und bei Sturm fliegen die Ziegel hinunter.

Beim unsachgemäßen Begehen können einzelne Ziegel brechen. Schneefanggitter, Dachrinnen, Antennen und Solaranlagen können sich durch Schnee, Eis und Stürme lockern. Für eine Sanierung spricht für Neumann auch, dass gleichzeitig die Wärmedämmung unter dem Dach verbessert wird. Denn hat das Dach Schäden, kann die Dämmung durch Lecks feucht geworden sein und Schimmel sich dort breit gemacht haben. Außerdem sei in vielen alten Häusern kaum oder gar kein Dämmstoff eingebaut. Anders als optische Maßnahmen steigere ein saniertes Dach auch den Wert der Immobilie.

Eine neue Dämmung hat weitere Vorteile im Sommer: An heißen Sommern steigen die Temperaturen in schlecht gedämmten Dachwohnungen oft auf unerträgliche Werte. »Ein guter Wärmeschutz im Steildach hat heute eine Dämmschichtstärke von 20 bis 30 Zentimetern.«

Abhängig vom Material können regelmäßig gewartete, geneigte Dächer eine sehr lange Lebensdauer haben. Bis 100 Jahre sind möglich.

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