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Anzeige - Altbausanierng Der Umbau von alten Scheunen - Großzügiges Loft statt Kuhstall: Architektonisch anspruchsvolles Wohnen

SBO, vom 23.04.2011 15:20 Uhr
Zeugnis der Vergangenheit: Offenes Tragwerk und Holzkonstruktionen sollten erhalten bleiben, denn sie tragen zum Charme des Gebäudes bei.
Foto: DVA/Faszination Bauernhaus

Früher schmatzten hier Kühe oder grunzten Schweine. Alte Scheunen dienen auf vielen ehemaligen Bauernhöfen heute nur noch als Kammer für Gerümpel. Was für eine Verschwendung! Denn kaum ein altes Gemäuer eignet sich so sehr für den Ausbau in ein modernes Loft.

Viele wünschen sich luftige, lichtdurchflutete Räumen eines Lofts. Aber nicht jeder ist für die Emsigkeit der Stadt geschaffen. Wer sich einen tollen Wohnraum mit den gleichen Vorzügen und dazu viel Bauern-Nostalgie schaffen möchte, der sollte mit dem Ausbau einer alten Scheune liebäugeln. »In einer Scheune kann man toll Atmosphäre mit räumlicher Qualität kombinieren, und man ist etwas freier in der Gestaltung als bei stark denkmalgeschützten Gebäuden, wie etwa alten Bauernhäusern«, sagt der Architekt Thomas Drexel aus Friedberg.

Aber wo erwerben Interessenten eine Scheune? Oftmals werden solche Immobilien vererbt. Mit dieser Fügung kann nicht jeder rechnen. Doch gibt es weitere Möglichkeiten: »Zunächst einmal kann man bei den Denkmalschutzbehörden der jeweiligen Region nachfragen«, rät Stefan Haar, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bauernhaus (IGB) aus Wolfenbüttel.

Ein guter Ort für die Suche ist aber auch immer noch der gedruckte Immobilienteil von Zeitungen, meint Haar: »Oft sind die Verkäufer gehobenen Alters und gehen den klassischen Weg über die Zeitung.« Wer eine Scheune gefunden hat, steht vor der nächsten - wichtigen - Suche: Ein guter Architekt mit Erfahrung in der Denkmalsanierung muss her. »Vom Selbermachen würde ich aufgrund der erforderlichen baukulturellen und technischen Kenntnisse zwingend abraten. Es ist auch so gut wie unmöglich, als Nichtfachmann eine Baugenehmigung zu bekommen«, sagt Drexel, der ein Buch über den Ausbau alter Bauernhäuser geschrieben hat. Denkmalschutzbehörden helfen auch hier weiter, sie stellen Listen mit Architekten bereit.
 

Moderne Bauelemente in altem Ambiente: Ein Stahlträger musste wegen der gewachsenen Belastung eingezogen werden - und wird als Dekoelement genutzt.
Foto: DVA/Faszination Bauernhaus

»Es ist für die Baugenehmigung ratsam, sich an diesen Listen zu orientieren, denn wie gut man mit den Behörden zurecht kommt, hängt auch immer vom Leumund des Architekten ab«, sagt Drexel. Bei der Wahl des Architekten ist aber nicht nur die fachliche Kompetenz entscheidend, sondern vor allem muss die Chemie zwischen ihm und dem Bauherrn stimmen. »So ein Umbau kann ein nervenaufreibender und anstrengender Prozess sein, da ist es wichtig, dass man sich versteht.« Zudem hat jeder Architekt einen Stil, der mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen sollte.

Was gestalterisch möglich ist, hängt vom Grad des Denkmalschutzes ab. Generell sind in reinen Nutzgebäuden wenig denkmalgeschützte Elemente vorhanden, weshalb der Umbau von Scheunen einfacher ist als der von Bauernhäusern.

So raten die Experten dazu, die räumlichen Qualitäten des Gebäudes zu erhalten. Offenes Tragwerk und Holzkonstruktionen - in der Regel Pfosten und Riegel - sollten nicht mit Gipsfaserplatten verschalt werden, da diese Elemente zur typischen Atmosphäre beitragen. »Um die offene Raumwirkung der zwei bis drei Geschosse zum Dach zu bewahren, versucht man geschlossene Räume zu beschränken und die Geschosse nur auf einer Seite übereinander zu bauen«, erläutert Drexel.

In der Regel werden daher Arbeitszimmer, Wohnzimmer und Küche offen gehalten. »Arbeits- und Aufenthaltsräume kann man sehr schön mit offenen Galerien lösen. Diese kann man relativ leicht auf bestehendem Tragwerk aufziehen«, erklärt der Architekt. Für die Realisierung geschlossener Räume wie Bade- und Schlafzimmer ist der Bauaufwand höher als in einem normalen Haus.

Um einen lichtdurchfluteten Raum zu erhalten, müssen zusätzliche Öffnungen für Fenster geschaffen werden. Wie und wo das möglich ist, muss mit der zuständigen Baubehörde abgesprochen werden. »Man muss auch darauf achten, dass die Fenster mit dem Fassadenbild übereinstimmen«, sagt Drexel. Für die Lichtgestaltung gebe es aber auch Alternativen zum gewohnten Fenster: Neben Dachflächenfenstern, verglasten Giebeln und Gauben können auch die großen Scheunentore verglast werden. Problematisch bei der Sanierung kann die Dämmung sein. Auch für diese Gebäude gilt die neue Energieeinsparungsverordnung (EnEV).

Die Nettobaukosten betragen für den Aus- und Umbau einer Scheune zwischen 1000 und 1500 Euro pro Quadratmeter. Dazu kommen die Baunebenkosten, die je nach Intensität der Betreuung zwischen 10 und 20 Prozent der Gesamtkosten betragen. »Allerdings ist man im Bauablauf sehr viel flexibler als beim Neubau. So besteht die Möglichkeit einzelne Bauabschnitte über die Jahre fertigzustellen«, sagt Haar. Und man lebt in einem Haus mit einzigartigem Stil.

INFO: Weite Räume richtig einrichten
Große Räume, wie sie in ehemaligen Scheunen möglich sind, müssen strukturiert sein, damit sie gemütlich werden. »Dazu bildet man innerhalb des Raumes kleine Inseln, wie Leseecke, Wohnbereich und Arbeitsbereich«, rät die Wohnexpertin Katharina Semling. Diese lassen sich - auch ohne trennende Wände und Türen - mittels Pflanzen, Stoffen und Teppichen voneinander absetzen. Diese Hilfsmittel fördern nicht nur das Raumklima, sondern dämpfen auch Geräusche. »Sonst nervt das nur, wenn einer Fernsehen guckt und der andere mit den Töpfen in der Küche klappert«, sagt Semling.

 

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Eine verbesserte Dämmung oder der Einbau eines neuen Heizkessels kann viel Geld sparen - doch die Sanierung muss man sich leisten können.
Foto: Armin Weigel

Alte Häuser sind oft Energieverschwender. Doch um ihre Energiebilanz zu verbessern und die Heizkosten auf Dauer zu senken, fehlt nicht selten das Geld für neue Anlagen oder die Dämmung der Fassade. Die Devise heißt daher: Schritt für Schritt vorgehen.

Viele Hausbesitzer möchten angesichts steigender Energiekosten ihr Gebäude sanieren. Ihre Rechnung ist einfach: Eine bessere Wärmedämmung und eine neue Heizungsanlage senken den Energieverbrauch und sparen langfristig Geld. »Der Heizenergiebedarf eines älteren Hauses lässt sich um insgesamt mehr als die Hälfte reduzieren, wenn man gleichzeitig die Heizung modernisiert und die Wärmedämmung verbessert«, sagt Alexander Fack vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) in Hamburg.

Allerdings kostet das erst einmal viel Geld: Experten rechnen damit, dass häufig Investitionen von mehr als 50 000 Euro nötig sind, um dieses Einsparvolumen zu erreichen. So eine Summe kann nicht jeder aufbringen – daher müsse der Hausbesitzer den Effekt verschiedener Sparmaßnahmen abwägen, sagt Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (SHK). Er rät dann auch zu einem schrittweisen Austausch der veralteten Technik im Haus.

Eine zwingende Reihenfolge bei der Frage, ob zuerst in die Wärmedämmung, in neue Fenster oder doch besser in die Heizungsanlage investiert werden soll, gibt es laut Ebisch nicht. Denn jedes Gebäude und jede Anlagentechnik ist anders und wird unterschiedlich von den Bewohnern genutzt. Doch die Experten raten oft, mit dem Austausch der Heizungsanlage zu beginnen. Das mache sich schneller bezahlt als der Einbau verbesserter Fenster oder eine Wärmedämmung der Fassade. Eine Investition von 8000 bis 10 000 Euro könne sich abhängig vom Energiepreisniveau in weniger als zehn Jahren amortisieren. Um dieselbe Energieeinsparung durch eine Verbesserung der Dämmung zu erreichen, müsse etwa das Zweieinhalbfache investiert werden.

Teilsanierungen lohnen sich zudem insofern wieder, da die KfW-Förderbank seit dem 1. März 2011 wieder Fördermittel für Einzelmaßnahmen ausgibt, worauf Haus & Grund Deutschland in Berlin hinweist. Die KfW hatte zum 31. August 2010 die Förderung von Einzelmaßnahmen zeitweise eingestellt. Nun gewähre die Förderbank hierfür wieder Investitionszuschüsse und Kredite, allerdings verlangt sie, dass ein Sachverständiger einbezogen wird.

Die Experten raten ohnehin, die Planung mit einem qualifizierten Berater abzusprechen. Denn energetische Sanierungen veränderten das bauphysikalische Gefüge eines Hauses enorm. Der Berater analysiert die Besonderheiten der Immobilie und stellt einen Plan auf, der die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zeitlich wie technisch aufeinander abstimmt. Er kennt auch Förderprogramme. Solch eine Beratung kostet rund 250 bis 750 Euro.

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Wenn die Heizung Sommerpause macht, kann man eine Modernisierung in aller Ruhe anpacken.
Foto: djd/VdZ

Kaum ist die Heizkostenrechnung des vergangenen Winters verdaut, rutscht das Thema Heizungsmodernisierung bei vielen Hausbesitzern wieder weit nach hinten.

»Die alte Heizung funktioniert doch noch und eine neue ist viel zu teuer« – damit übersehen viele das enorme Sparpotenzial, das in ihren Häusern schlummert. Das von der GfK im Auftrag der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) ermittelte »Modernisierungsbarometer« ergab, dass fast 30 Prozent der befragten Haushalte vollkommen veraltete Technik im Keller haben – Anlagen, die 15, 20 oder noch mehr Jahre auf dem Buckel haben. In den vergangenen Jahren hat die Heiztechnik so große Fortschritte gemacht, dass der Verbrauch der meisten älteren Heizungen deutlich über dem heute möglichen Standard liegt. Das kann über die Jahre richtig teuer werden. Eine einmalige Investition in zeitgemäße Technik bringt dagegen einen dauerhaften Spareffekt und steigert zudem den Wert der Immobilie erheblich. Wenn der Kessel Sommerpause macht, sollte man ihn also gleich erneuern und das Projekt »Heizenergie sparen« anpacken.

Die Zeichen stehen günstig. Noch gibt es über verschiedene Förderprogramme Geld vom Staat. Bei der Auswahl der passenden Technik ist ein Heizungsfachbetrieb der richtige Ansprechpartner. Unter www.intelligent-heizen.info findet man Informationen, Rechenbeispiele und Fachbetriebe.

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Alte Heizungspumpen produzieren oft hohe Stromkosten. Wer sich einen Austausch derzeit nicht leisten kann, sollte nach Ende der Heizperiode wenigstens die Regelung abschalten, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Bei neuen Heizanlagen sei das bereits vorgeschrieben und auch voreingestellt, bei älteren Heizungsschätzchen teilweise nicht.

Beim Austausch sollte man eine 20-Watt-Pumpe wählen, wo bisher eine mit 100 Watt gebraucht wurde, raten die Energieexperten. Auch die Pumpenleistung sollte so knapp wie möglich ausgelegt sein. Für jeden Heizkörper sind nur 0,5 bis 1 Watt Pumpenleistung erforderlich. Während ältere Pumpen ihre Leistung nicht an den tatsächlichen Bedarf anpassen können und deshalb bei geringem Wärmebedarf mit viel zu hoher Pumpenleistung arbeiten, würden dies neue Modelle mit bedarfsgerechter Anpassung der Drehzahl schaffen.

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Auch denkmalgeschützte Häuser können mit einer Solaranlage auf dem Dach ausgestattet werden. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin (Az.: VG 16 K 26.10). Dabei komme es auf die konkrete Ausgestaltung der Solaranlage an. Auch die ökologischen Aspekte müssten bei der Interessenabwägung berücksichtigt werden, erklärt der Deutsche Anwaltverein in Berlin.

Im verhandelten Fall wollten die Eigentümer eines 1928 erbauten Hauses auf dem Dach eine Solaranlage anbringen. Das Gebäude ist Teil einer Mustersiedlung, die sich unter anderem durch sehr unterschiedlich gestaltete Dächer auszeichnet. Die Denkmalbehörde lehnte die Installation der Solaranlage mit der Begründung ab, sie würde die erhaltenswerte Substanz erkennbar verändern. Zudem bestehe die Gefahr einer negativen Vorbildwirkung für die gesamte Siedlung.

Das sahen die Richter anders: Gründe des Denkmalschutzes stünden der Genehmigung nicht entgegen. Bei der Interessenabwägung komme es auf die Bedeutung und den Wert des denkmalgeschützten Gebäudes an, auf die konkrete Ausgestaltung von Dach und Solaranlage sowie deren Einsehbarkeit. Im vorliegenden Fall werde der Denkmalschutz nicht beeinträchtigt, weil die Solaranlage auf der schlecht einsehbaren Gartenseite des Daches montiert worden sei.

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Wer Energiesparberatung und qualifizierte Luftdurchlässigkeitsmessung per Blower-Door-Test kombiniert, kann zusätzliches Fördergeld vom Staat einstreichen.
Foto: FLiB e. V./txn

Viele Besitzer älterer Wohnhäuser haben Anspruch auf eine staatlich bezuschusste Vor-Ort-Energiesparberatung. Seit kurzem winkt ihnen ein zusätzlicher 100-Euro-Bonus, wenn sie im Zuge der Beratung auch die Luftdichtheit ihres Hauses per Blower-Door-Test prüfen lassen.

Voraussetzung: Der durchführende Energieberater kann die Fachkenntnisse nachweisen, die für eine normgerechte Messung nötig sind. Daher sollte man sich eine gültige Zertifizierungsurkunde vorlegen lassen, bevor die Entscheidung für einen Anbieter getroffen wird. Vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB) zertifizierte Personen zum Beispiel haben in einer praktischen und theoretischen Prüfung bewiesen, dass sie einen Blower-Door-Test nach den Regeln der Energie-Einsparverordnung erfolgreich durchführen können. Mit einem solchen Experten an ihrer Seite gehen Hausbesitzer auch in Sachen Extra-Geld auf Nummer sicher.
 

Wer Energiesparberatung und qualifizierte Luftdurchlässigkeitsmessung per Blower-Door-Test kombiniert, kann zusätzliches Fördergeld vom Staat einstreichen.
Foto: FLiB e. V./txn

Unter www.flib.de lassen sich Adressen entsprechend qualifizierter Mess-Dienstleister und Energieberater in Wohnortnähe recherchieren. Weitere Informationen zur Vor-Ort-Beratung online unter www.bafa.de.

 

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Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) hat zum 15. März diesen Jahres seine Förderrichtlinien für das Marktanreizprogramm erheblich optimiert.

Hintergrund ist hierbei der Versuch, die Dynamik im Markt um Erneuerbare Energien weiterhin in Fahrt zu bringen. Im Detail wird die Förderung von solarthermischen Anlagen bis 31.12.2011 auf 120 Euro pro Quadratmeter Anlagenfläche erhöht. Zudem gibt es ab sofort erneut den ausgelaufenen Kesselaustauschbonus mit 600 Euro für 2011 und 500 Euro ab dem Jahr 2012.

Der letztes Jahr im Mai entfallene Zuschuss für Scheitholzvergaserkessel ist nunmehr wieder mit einer Pauschalförderung von 1000 Euro pro Kessel hinzugekommen. Im Bezug auf die Förderungen von Wärmepumpenanlagen wurden die geforderten Jahresarbeitszahlen (Effizienzanforderungen) gesenkt, ebenso wurde die Bemessungsgrundlage auf die Anlagenleistung umgestellt. Die Förderung von Pellets- und Hackschnitzelkessel bleibt gleich wie bisher.

Städte und Gemeinden können dazu oft nähere Auskünfte geben, in vielen Landkreisen gibt es Energieagenturen. Oder im Internet unter www.bafa.de.

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Eine aufwendige Arbeit ist das Nachrüsten eines Schornsteins, sie dauert aber nur ein bis zwei Tage.
Foto: Jens Schierenbeck

Manche Häuser, etwa mit Nachtspeicherheizung, brauchen keinen Schornstein. Soll später ein anderes Heizungssystem eingebaut werden, muss eine Möglichkeit zum Ableiten der Abgase her. Hierfür bieten sich mehrere Alternativen an.

Die Nachtspeicherheizung wird nach und nach abgeschafft. Für viele Hausbesitzer ist das eine Schocknachricht. Denn Gebäude mit Nachtspeicherheizungen und Anschluss ans Fernwärmenetz haben oft keinen Schornstein. Die Besitzer fürchten, neben dem Aufwand des Einbaus einer neuen Heizanlage auch noch weitere teure Investitionen und Umbauten. Aber Experten beruhigen: Viele Häuser brauchen gar keinen Schornstein. Und wenn doch, ist der schnell auf dem Dach.

Statt eines klassischen Schornsteins reicht vielen modernen Öl-, Gas- oder Pelletheizungen auch eine einfache Abgasleitung, sagt Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) in St. Augustin bei Bonn. Diese werde oft in Form eines Edelstahlrohres an der Außenwand verlegt.

»Auch für die Abgase von Kaminöfen kann nachträglich ein Abgasrohr an der Fassade befestigt werden«, sagt Michael Toplak von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft. Diese Lösung habe allerdings den Nachteil, dass der Ofen an der Innenseite der Außenwand platziert werden müsse. Soll der Ofen einen anderen Standort haben, muss doch ein Schornstein nachträglich eingezogen. Dies verändere aber nicht das Aussehen des Gebäudes, sagt Toplak. Und das geht auch recht schnell, wie Wolfgang Wegener, Geschäftsführer der Initiative Pro Schornstein im bayerischen Niederbergkirchen, versichert. »Schornsteine lassen sich in alten Häusern in ein bis zwei Tagen nachrüsten.«
 

Es geht auch außen: Statt eines klassischen Schornsteins reicht vielen modernen Öl-, Gas- oder Pelletheizungen eine einfache Abgasleitung.
Foto: AdK/SEM

Obwohl der Schornstein durchs Haus führt und Geschossdecken und das Dach durchbrochen werden müssen, falle dank moderner Techniken dabei nur relativ wenig Schmutz an, sagt Wegener. Wer daran denke, jetzt oder später Solartechnik aufs Dach zu bringen, sollte gleich einen Schornstein mit nebenliegendem, leeren Schacht bauen. Dann könnte die Technik ohne Aufwand vom Heizungskeller zum Dach führen.

Vor solchen gravierenden Eingriffen in die Architektur des Hauses und vor einer Entscheidung für ein bestimmtes Heizungssystem sollte aber der Schornsteinfeger zurate gezogen werden. Denn dieser könne beraten, welche Art von Schornstein oder Abgasleitung passe, sagt Achim Heckel vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Dieser sollte auch gerufen werden, wenn in Häusern mit Nachtspeicherheizung noch stillgelegte Schornsteine existieren. Denn diese ließen sich nach einer Inspektion wieder nutzen.

INFO: Gefährliche Feuerstelle ohne Schornstein
Mit Katalytöfen oder Dekofeuer möchte mancher in Wohnungen ohne Schornstein Kamin-Atmosphäre genießen. Doch bei unsachgemäßem Gebrauch können diese mit Bioalkohol oder Ethanol betriebenen Öfen gefährlich werden, warnt der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik in Köln. Denn auch hier entstünden bei der Verbrennung Kohlendioxid und oftmals weitere Schadstoffe. Diese gelangten in den Raum und würden nicht wie bei einer Feuerstätte mit Abgasleitung nach außen abgeführt.

 

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Moderne Fenster erhöhen den Wohnkomfort und sparen Geld.
Foto: VFF

Irgendwann ist es bei jedem Hausbesitzer soweit: Die veraltete Gebäudehülle muss angesichts ständig steigender Energiepreise und hoher Nebenkosten modernisiert werden. Die Fenster spielen dabei als Herzstück der Haushülle eine entscheidende Rolle. Jedoch: Qualität hat ihren Preis.

Allerdings sollte nicht nur der Preis für die Kaufentscheidung Ausschlag gebend sein: »Ich würde ein neues Fenster beim gut sortierten Fachhändler oder einem namhaften Hersteller erwerben und vom Fachbetrieb einbauen lassen. Damit vermeidet man herbe Enttäuschungen, wie sie bei Billigprodukten aufgrund minderwertiger Materialien und damit reduzierter Haltbarkeit schnell eintreten können«, erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn. Er empfiehlt unbedingt, das hochwertige Produkt auch fachgerecht einbauen zu lassen.

Das Geld für moderne Wärmedämmfenster ist gut angelegt: Zu erwarten ist, dass die Energiepreise in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die fossilen Rohstoffe immer weiter aufgebraucht werden. Warum also nicht mit neuen Fenstern für Jahrzehnte bares Geld einsparen?

Ersparnis von teurer Heizenergie ist jedoch längst nicht der einzige Vorteil, den neue Fenster bieten. Je nach Widerstandsklasse schützen ein stabiler Fensterflügel und Fensterrahmen, eine gute Befestigung der Scheibe im Fensterflügel sowie widerstandsfähige Beschläge und Schließeinrichtungen wirksam vor Einbrechern. Zusätzliche Sicherheit bringen spezielle, Einbruch hemmende Verglasungen. Ruhe in alle Wohnräume bringen Schallschutzfenster.

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Ist das Haus warm eingepackt, geht nicht so viel Energie sinnlos verloren.
Foto: GDI

Bei der Wärmedämmung haben viele Altbauten Nachholbedarf. Energiesparende Dämmtechniken gibt es für Fassade, Kellerdecke und Dach.

In Altbauten geht ein großer Teil der Heizenergie durch eine schlechte Wärmedämmung verloren. »Als Energiesparmaßnahme lohnt sich deshalb eine nachträgliche Dämmung der Gebäudehülle besonders«, empfiehlt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums. Allein die energetische Sanierung von Fassade, Kellerdecke und Dach könne den Energiebedarf um fast die Hälfte reduzieren, so Rist. Das erhöhe auch den Wohnkomfort: Wärmere Zimmerwände steigern die Behaglichkeit. Neben den gängigen Dämmmaterialien Steinwolle und Polystyrol gibt es Naturdämmstoffe wie Hanf, Kork oder Zellulose. Besonders effizient ist die Vakuumdämmung: Hier erzielen bereits geringe Dämmstärken große Einsparungen. Auskunft zu Dämmtechniken geben Gebäudeenergieberater aus der Region und Experten am kostenfreien Beratungstelefon von Zukunft Altbau: 08000/ 12 33 33.

Eine lückenlose Dämmung der Gebäudehülle senkt den Heizbedarf drastisch. Ein weiterer Vorteil: Muss eine neue Heizung angeschafft werden, kann diese um einiges kleiner ausfallen. Ein günstiger Zeitpunkt für diese Investition ist beispielsweise, wenn ohnehin neu verputzt werden soll und das Gerüst schon steht.

Energiesparende Dämmtechniken gibt es für alle Bauteile. Eine häufig angewandte Lösung für die Fassade ist ein Wärmedämm-Verbundsystem. Die Dämmschicht sollte mindestens zwölf Zentimeter dick sein, um die gesetzlichen Mindeststandards der Energieeinsparverordnung EnEV zu erfüllen. Für eine staatliche Förderung der KfW sind 16 bis 22 Zentimeter erforderlich. Eine vollständige Fassadendämmung kann bis zu 25 Prozent Energie einsparen.

Es lohnt sich, auch die Kellerdecke und das Dach zu dämmen. Der Keller ist meist unbeheizt und das Dach am stärksten Wind und Wetter ausgesetzt. »Als Dämmmaterial bieten sich neben den gängigen Dämmstoffen auch Naturdämmstoffe, etwa Hanf, Schilf, Kork, Zellulose oder Holzwolle an«, bekräftigt Canters. »Sie schonen unsere Ressourcen und tragen wegen ihrer Dampfdurchlässigkeit zu einem angenehmen Raumklima bei. Diese Materialien werden besonders bei der Sanierung von historischen Gebäuden von den Denkmalbehörden gerne gesehen. Mit Naturdämmstoffen wird aufgrund des höheren Gewichts außerdem ein besserer sommerlicher Wärmeschutz erzielt.«

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Die Neue ist ein Schmuckstück, hochwertiges Material fachmännisch verarbeitet.
Foto: Treppenmeister

Es waren weder knarrende ausgetretende Stufen noch ein zu steiler beengter Aufgang, die Familie Mayer dazu bewogen haben, ihre Treppe zu tauschen.

Vielmehr galt es, im Zuge umfangreicher Renovierungsarbeiten der abgenutzten Betontreppe einfach nur einen „luftigeren und leichteren“ Charakter zu verleihen. Nach intensiven Beratungsgesprächen wurde klar, dass eine ledigliche Erneuerung des Stufenbelages keineswegs die gewünschte „Leichtigkeit“ ins Haus bringen würde. Hinzu kam noch der Kostenfaktor, denn ein neuer Stufenbelag mit Geländer würde mehr Kosten verursachen als eine komplett neue Massivholztreppe.

Der Statiker bescheinigte, dass das Podest der alten Treppe keinerlei tragenden Funktionen unterlag und dadurch ohne weiteres entfernt werden konnte. Allerdings stand Familie Mayer einem kompletten Treppentausch zunächst eher skeptisch gegenüber. Die Befürchtung war, für einige Tage oder gar Wochen auf den Treppenaufgang komplett verzichten zu müssen.
 

Die Neue ist ein Schmuckstück, hochwertiges Material fachmännisch verarbeitet.
Foto: Treppenmeister

Ein professioneller Treppenbau-Fachbetrieb konnte diesbezüglich beruhigen. Mit dem nötigen Know-how ist ein Treppentausch heuzutage meist innerhalb eines Tages pro Etage realisierbar und die alte Treppe wird gleich fachgerecht entsorgt. Und wenn wegen der gegebenen baulichen Umstände mehr Zeit eingeplant werden muss, dann wird wie bei Familie Mayer für einige Tage eine Bautreppe montiert, die das tägliche Auf- und Abgehen sicher gewährleistet.

Und „die Neue“ von Familie Mayer: Eine komfortable freitragende Podesttreppe in massiver Buche natur, bequeme 90 Zentimeter nutzbare Laufbreite bei den Stufen. Die Treppe ist durch die statisch zugelassene, sehr stabile und wandgelagerte Stufenkonstruktion besonders angenehm und vor allem leise zu begehen.

Empfehlenswert ist es, sich zunächst anhand von Prospekten oder im Internet der zukünftigen Wunschtreppe anzunähern. Der Weg in ein Treppenstudio lohnt sich anschließend, denn nur auf den original aufgebauten Treppen kann beispielsweise die bequeme Begehbarkeit selbst getestet und die handwerkliche Ausführung beurteilt werden. Gute Berater können konkrete Vorschläge unterbreiten und Ideen beisteuern.

 

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In vielen Altbauten steckt immer noch Asbest. Vor allem Erben sollten daran denken, wenn sie ein Haus übernehmen und die Sanierung planen, warnt der Verband Privater Bauherren in Berlin. Kommt der als krebserregend eingestufte Stoff zutage, müssen erfahrene Handwerker ihn entsorgen. Asbest wurde bis in die 80er Jahre verbaut – in Fassaden, Dächern, Dämmstoffen und Klebern. Bis 1991 durfte es noch in Form von Asbestzementprodukten verwendet werden. Auch relativ neue Häuser könnten daher betroffen sein. Gefahr für die Gesundheit droht oft gerade dann, wenn asbesthaltige Bauteile herausgerissen werden.

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