Althengstett Vier Verletzte bei Unfall auf L 179

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Bei einem Frontalzusammenstoß am Sonntagnachmittag auf der L 179 wurden zwei Beifahrer schwer, die Fahrer der Autos leicht verletzt. Foto: Stocker

Althengstett/Bad Liebenzell-Möttlingen - Wegen eines schweren Verkehrsunfalls war die Landesstraße 179 am Sonntagnachmittag rund eineinhalb Stunden gesperrt. Nach einem Zusammenstoß war der Vater der Unfallverursacherin im Fahrzeug eingeklemmt.

Die 22-jährige, aus Oberfranken stammende Lenkerin des Kombis fuhr gegen 15.40 Uhr aus Richtung Möttlingen kommend auf der Landesstraße. In Höhe des Abzweigs zum Hofgut Georgenau wollte sie nach links in Richtung Simmozheim abbiegen und beachtete dabei den entgegenkommenden Kleinwagen nicht, den ein 58-Jähriger fuhr.

Dieser kam nach der Kollision quer zur Fahrbahn zum Stehen, während die Unfallverursacherin beinahe eine 180-Grad-Drehung vollzog und seitlich im Graben landete. Beide Fahrer wurden bei dem Aufprall leicht, die jeweiligen Beifahrer indes schwer verletzt, wie die Polizei vor Ort mitteilte.

Mit Spreizer und Schere

Im Auto der 22-Jährigen wurde ihr 58-jähriger Vater eingeklemmt, so dass die Feuerwehr mit hydraulischem Werkzeug eingriff. "Wir haben mit Spreizer und Schere das verbogene Blech beseitigt und mit einem Schnitt in die A-Säule die Spannung der Verformung gelöst", berichtete Benjamin Jones, Einsatzleiter der Althengstetter Feuerwehr. Zuvor waren bereits die Batterien beider Fahrzeuge abgeklemmt worden. Mit Holzunterbauten wurde die Fahrzeuge stabilisiert uns sichergestellt, dass die Autos nicht in Brand geraten konnten. "Mit einem Hydraulikzylinder stemmten wir die Fahrzeugteile auseinander, sodass der Beifahrer mehr Bewegungsfreiraum erhielt und auch der Notarzt besseren Zugang hatte", fasste Jones die Maßnahmen zusammen.

Und da bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen immer der doppelte Satz hydraulischen Werkzeugs zur Verfügung stehen muss, war neben den 13 Feuerwehrleuten mit drei Fahrzeugen aus Althengstett auch die Überlandhilfe aus Calw mit drei Fahrzeugen und acht Helfern vor Ort. "Dadurch konnten wir sie Sicherungsmaßnahmen parallel durchführen", verwies der Einsatzleiter auf den zeitlichen Aspekt.

Abtransport im Helikopter

Ein Notarzt und sechs Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich um die Verletzten, unter denen auch die zwölfjährige Nichte des Unfallgegners war. Sie musste wegen ihrer schweren Verletzungen mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

In den drei Rettungswägen wurden die anderen Beteiligten in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Der Abschleppdienst entfernte die Fahrzeuge, an denen nach Angaben der Polizei ein Totalschaden von insgesamt 17 000 Euro entstanden war.

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