Althengstett Richtungsweisendes Wohnprojekt

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In Althengstett wird es wohl in absehbarer Zeit in Bahnhofsnähe zusätzliche Unterkünfte für Flüchtlinge geben. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Bettina Bausch

Auf einem brach liegenden Areal beim Althengstetter alten Bahnhof soll bis zum Jahresende eine große Zahl an Flüchtlingsunterkünften in Holzständerbauweise errichtet werden.

Althengstett. Die Kommune will dafür rund eine Million Euro in die Hand nehmen. Damit soll Platz für mehr als 100 Asylsuchende geschaffen werden. Da bis zum Jahresende mit bis zu 150 weiteren Asylsuchenden in der Gäugemeinde gerechnet wird, befasste sich der Technische Ausschuss (TA) jetzt mit dem Bau weiteren Wohnraums in Holzständerbauweise.

Mit dem Landratsamt abstimmen

Die Gremiumsmitglieder liefern dem Gemeinderat für seine abschließenden Beratungen in der kommenden Woche auch gleich einen Beschlussvorschlag. Darin wird empfohlen, dass der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die weitere Vorgehens- weise mit dem Landratsamt abzustimmen und bei der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) einen möglichst zinslosen Kredit zu beantragen

Aktuell sind für die geplanten Unterkünfte zwei Standorte im Gespräch, beide in Bahnhofsnähe. Da das nördlich der Bahnlinie liegende Grundstück größer ist und mehr Möglichkeiten bietet, spricht sich die überwiegende Mehrheit der TA-Mitglieder für diesen Standort aus. Vor allem bietet der räumlich großzügigere Platz mit Zugang von der Industriestraße auch genügend Raum zur Aufstellung von Abfallcontainern. "Das ist eine wichtige Maßnahme für Althengstett", hebt Bürgermeister Clemens Götz hervor. Wenn die zwei- oder dreigeschossigen Holzgebäude fertiggestellt sind, gebe es Wohnraum zur Unterbringung von mehr als 100 Flüchtlingen.

Auf circa eine Million Euro werden die Kosten für das richtungsweisende Wohnprojekt geschätzt. Bei der Planung könnte die Gemeinde aus der Zusammenarbeit mit der Landkreisverwaltung einen Vorteil ziehen. Denn da Althengstett nicht die einzige Kommune ist, die Wohnraum für Asylsuchende benötigt, versucht die Kreisbehörde mit einer Musterausschreibung Lösungen zu finden, die dann auf Wunsch von allen betroffenen Gemeinden übernommen werden könnten. Das Landratsamt ist derzeit dabei, das angedachte Konzept endgültig auszuarbeiten. "Dies könnte bedeuten, dass sämtliche Musterausschreibungsunterlagen erstellt werden und das Ganze sogar als schlüsselfertige Lösung in einer gewissen Stückzahl angeboten wird", informiert Götz.

Günstige Lage zur Ortsmitte

Der TA und die Verwaltung sehen einen Vorteil in dem von der Kreisbehörde entwickelten Projekt, da es preisgünstig ist und der Wohnraum ohne allzu großen Aufwand später zu Sozialwohnungen umgewandelt werden kann. Durch die günstige Lage zur Ortsmitte wäre es auch möglich, die Unterkünfte für Flüchtlinge an das Nahwärmenetz der Gemeinde anzuschließen. Auch darüber wird sich der Althengstetter Gemeinderat Gedanken machen müssen, wenn er in seiner nächsten Sitzung das Bauprojekt berät und es nach Meinung vieler Insider wohl auch beschließen wird.

  
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