Althengstett. Seit Gründung der Jugendkirche Choy in Althengstett hat das Projekt eine rasante Entwicklung genommen. Im April 2009 kam eine weitere Personalstelle dazu. Dadurch sind viele Beziehungen und nachhaltige Beziehungen zu Jugendlichen sowie Erwachsenen geknüpft worden. Christoph Schneider gilt als äußerst beliebter Kontaktmann.

Neue Dynamik und frische Formen von Kirche sind durch vielfältige Aktionen, zum Beispiel im Rahmen der Initiative Hoffnung, bei den Aktivtagen im Sommer oder durch die ChoyBar und Kirche ohne Mauern ausprobiert worden.

Nun kann es weiter gehen. Im Oktober haben die Verantwortlichen im evangelischen Kirchenbezirk Calw beschlossen, dass die Choy-Projektstelle für Kontaktarbeit bis Ende September 2015 verlängert wird. Die Personalstelle wird weiterhin von Sozialpädagoge Christoph Schneider besetzt. Mit der Verlängerung bekräftigen der Kirchenbezirk und das Evangelische Bezirksjugendwerk Calw, dass die positive Entwicklung der Jugendkirche weitergeführt werden soll.

Prinzip Fundraising

Die positiven Erfahrungen von Jugendlichen, die begleitet wurden und auch das gute Netzwerk, das Schneider aufgebaut hat, sollen hier weiter gepflegt und intensiviert werden. Dekan Erich Hartmann äußert sich froh darüber, dass die Projektstelle weitergeführt werden kann: "Ein tolles Projekt für unsere jungen Leute – ich bin sehr glücklich, dass die Finanzierung durch die Jugendkirche und die sehr guten Kooperationen mit der Gemeinde Ostelsheim und dem Evangelischen Landesjugendwerk in Württemberg gesichert sind".

Durch die erfolgreiche Fundraisingarbeit seien hier wichtige Grundlagen für die Zukunft gelegt worden. Nach wie vor werden aber noch Spender gesucht, die regelmäßig – monatlich oder jährlich– für die Choy-Projektstelle spenden. Momentan geht es noch um den Betrag von 7500 Euro jährlich, der noch nicht abgedeckt ist. Dankbar kann hier auf mehr als 60 Menschen geschaut werden, die sich bislang an der Finanzierung mit fünf bis 55 Euro im Monat oder Jahr beteiligen.

Petra Böttinger, die Vorsitzende des Arbeitskreises Choy freut sich ebenfalls über den Verbleib von Schneider. "Wir sehen, dass die sehr positiven Erfahrungen, die mit der Choy-Projektstelle erreicht wurden, weitergeführt werden können. Besonders freuen wir uns, dass Herr Schneider noch weitere drei in das Begonnene investieren wird und uns im Gäudistrikt erhalten bleibt."

Natürlich stehen die Jugendlichen, die von dieser Arbeit profitieren, weiterhin im Mittelpunkt. Die tägliche Arbeit orientiert sich stets am Leben der jungen Menschen und lässt sie eigene Ideen sowie ihre Begabungen entwickeln.

Für Schneider selbst ergeben sich jetzt Perspektiven, die begonnene Arbeit auch inhaltlich weiterzuentwickeln. Bei beziehungsorientierter Jugendarbeit, so Schneider, "kommt es maßgeblich darauf an, dass man Zeit für die Beziehungspflege hat".

Durch die bisher auf ein Jahr befristeten Anstellungen stand immer wieder die Frage im Raum, wie viele Beziehungen geknüpft werden können, wenn man nicht weiß, ob man über das Jahr hinaus diese auch weiter begleiten kann. Durch den Beschluss der Kirchenbezirkssynode und auch durch die Kooperationsverträge mit den Partnern die Personalstelle bis 2015 zu verlängern, ergibt sich hier die Möglichkeit, weitere Kontakte zu knüpfen.