Althengstett Interesse über Ortsgrenzen hinaus

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Vorstandsmitglied Elina Hein, der Vorsitzende des Trägervereins "Freunde und Förderer Waldkindergarten Althengstett", Markus Waterstrat, und Bürgermeister Clemens Götz (von links) gestern Morgen bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Selter-Gehring Foto: Schwarzwälder-Bote

Mit der Unterzeichnung des Übernahmevertrags stellten der Vorsitzende des Vereins "Freunde und Förderer Waldkindergarten Althengstett", Markus Waterstrat, und Bürgermeister Clemens Götz die Weichen für die Zukunft der Einrichtung.

Althengstett. Der im Gerechtigkeitswald an der Kreisstraße 4309 bei Neuhengstett beheimatete Waldkindergarten wurde zunächst von der Gemeinde Simmozheim geführt. 2013 übernahm Althengstett aufgrund der Tatsache, dass die Mehrzahl der Kinder aus Althengstett mit seinen Teilorten kam, die Trägerschaft. In der Folge wurde auf kommunalpolitischer Ebene im Hinblick auf schwankende Kinderzahlen und die Kosten immer wieder über den Fortbestand der Waldgruppe, die durchaus als Bereicherung der Angebotsvielfalt gesehen wurde, diskutiert und es drohte gar die Schließung des Waldkindergartens.

Verein bereits 2015 gegründet

Engagierte Eltern gründeten bereits 2015 den Verein "Freunde und Förderer Waldkindergarten Althengstett", dessen Ziel es zunächst war, das pädagogische Konzept der Einrichtung bekannter zu machen und dazu beizutragen, "dauerhaft eine ausreichend gute Belegung der Plätze zu gewährleisten", so der Vorsitzende Waterstrat anlässlich der Vereinsgründung. Und beim Blick über die Gemarkungsgrenzen Althengstetts hinaus wird das große Interesse an dieser besonderen naturnahen Form der Kinderbetreuung deutlich: Fast alle Waldkindergärten in der Region haben Wartelisten.

Mit der Gründung des Trägervereins wurde nun die Möglichkeit geschaffen, auch den Waldkindergarten Althengstett zu öffnen und Kinder aus umliegenden Gemeinden aufzunehmen. Anfragen und Anmeldungen gibt es bereits zahlreiche. "Wir starten im September mit 15 Kindern und in den folgenden Wochen füllt sich die Gruppe voraussichtlich auf 20 Kinder", so Erzieherin Anna Pflüger, die die Waldkinder mit Carmen Hollein, Silke Brietzke und Birgit Maier betreut.

Waterstrat ist zuversichtlich, dass mit dem Gang in die Vereinsträgerschaft Kontinuität geschaffen wird. Bei der Unterzeichnung des Übernahmevertrags an der Waldhütte des Kindergartens am Donnerstagmorgen sagte er: "Das ist heute ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung."

Große Unterstützung in allen administrativen Fragen erfuhr der Verein bei der Übernahme der Trägerschaft des Waldkindergartens durch die Verwaltung. Auch wenn die Weiterführung in kommunaler Hand nicht mehr möglich gewesen sei, so Bürgermeister Götz, stünden Verwaltung und Gemeinderat nicht zuletzt angesichts des großen Engagements, das Vereinsmitglieder und Eltern zeigten, hinter dem Projekt. "Da wo bürgerschaftliches Engagement wächst, kommen neue, innovative und individuelle Lösungen heraus", so Götz, der bei der Vertragsunterzeichnung den Vereinsmitgliedern für ihren Mut zu diesem Schritt dankte.

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