Althengstett Blechlaboranten haben Publikum sofort auf ihrer Seite

Schwarzwälder-Bote, 20.06.2012 04:30 Uhr

Von Annette Selter-Gehring

Althengstett-Ottenbronn. Zu seinem 100. Geburtstag gönnte der Posaunenchor Ottenbronn sich, seinem Publikum und allen Freunden der Blasmusik ein ganz besonderes Erlebnis: Das Profi-Ensemble "Blechlabor" unter der Leitung von Tobias Rägle spielte zum Jubiläums-Konzert in der fast voll besetzten Mehrzweckhalle.

Der Posaunenchor präsentierte damit anlässlich seines Jubiläums eine ganz besondere Veranstaltung, nicht zuletzt, weil der musikalische Leiter seine ersten musikalischen Schritte beim Bläserensemble der evangelischen Kirchengemeinde in Ottenbronn unternahm. "Die Gruppe ›Blechlabor‹ muss man einfach gehört haben", lautete das Urteil von Hartmut Weber, Leiter des Posaunenchors Ottenbronn. Das Publikum bestätigte diese Einschätzung am Ende des Abends mit tosendem Applaus und der Forderung nach Zugaben.

Elf Bläser, ein Schlagzeug und Dirigent Rägle überzeugten beim Konzert mit vollem, fließendem Klang und professionellem Bühnenauftritt. Alle Mitglieder des Ensembles haben eine fundierte musikalische Ausbildung und bringen reichhaltige Erfahrungen aus verschiedensten Orchestern, Gruppen sowie Solo-Projekten mit. Rägles Weg führte nach einer handwerklichen Ausbildung zum Musikstudium in Trossingen und von dort unter anderem zu einem Engagement an der Staatsoper Dresden sowie zur Gründung von "Blechlabor". Derzeit ist Rägle Mitglied im Philharmonischen Orchester in Ulm.

Als musikalischer Kopf führt er das Potenzial der Blechlaboranten zusammen und legt mit der Auswahl der Stücke sowie eigenen Arrangements das Fundament für ein abwechslungsreiches Hörerlebnis auf höchstem musikalischem Niveau. "Blechlabor" präsentierte in Ottenbronn eine Auswahl aus dem breit gefächerten Repertoire, das von anspruchsvoller klassischer Blechbläserkammermusik über Gospels und Jazzarrangement bis hin zu Filmmelodien und Pop-Songs reicht.

Gleich mit den beiden ersten Stücken, "Who want 's Gum", einem swingenden Jazz-Waltz von Vince Gassi, und dem Bläserarrangement zur Ouvertüre der Orchestersuite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach, umriss "Blechlabor" die ganze Bandbreite. Munter wechseltendann Fanfarenklänge mit irischen Folkstücken und einem Medley mit Melodien aus Winnetou-Filmen, bei denen die Zuhörer vor ihrem inneren Auge Indianer durch die Halle ziehen sahen.

Ebenso abwechslungsreich ging es im zweiten Teil weiter. Dem "Halleluja" aus Händels "Messias" folgte ein Arrangement für Horn, Melodien aus "Die glorreichen Sieben" und ein Beatles-Medley. In der Pause lud der Posaunenchor die Zuhörer zu einem Imbiss ein.

 
 
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