Simmozheim (ina). Im Untergeschoss des evangelischen Gemeindehauses in Simmozheim, wo sich sonst die Jungscharen treffen, miteinander spielen und singen, duftet es verführerisch nach Weihnachtsgebäck. Zu den Mädchen sind auch "Die wilden Kerle" gestoßen, eine Bubengruppe von Neun- bis Elfjährigen.

Heute steht das Herstellen von Weihnachtsgebäck auf dem Programm. Die Gruppenleiterinnen Anne Linken- heil und Jana Laub haben Mürbteig mitgebracht. Die Kinder bekommen Wellhölzer und beginnen mit dem Auswalzen des Teiges. Wenn die Fladen die nötige Stärke erreicht haben, machen sich die Jungscharler ans Ausstechen.

Sterne, Herzchen und Tannenbäumchen sind die Favoriten. Die Ausstecherle werden dann noch individuell dekoriert. Dazu benutzen die Jungen und Mädchen Schokoladensplitter und Zuckerperlen. Dann legen viele fleißige Kinderhände ihre Produkte sorgfältig auf ein Backblech, das dann in den heißen Elektroofen wandert. Es macht den kleinen Bäckern besonderen Spaß, wenn immer wieder ein Backblech mit fertigen Gutsle herausgezogen wird und den ohnehin schon starken Gebäckduft noch verstärkt.

Probieren dürfen die Kinder heute ihre Gutsle schon einmal. Doch so richtig viel davon essen geht leider nicht, und auch zum Mitnehmen für Zuhause gibt es noch nichts. "Dieses Gebäck brauchen wir für unsere Weihnachtsfeier, die wir nächste Woche haben", erläutert Linkenheil. Also ist noch etwas Geduld an- gesagt, genauso wie bei den Weihnachtsgeschenken, die man schon einmal bei der Mutter angemeldet hat und nicht weiß, ob man sie be- kommen wird.

"Ich komme immer gerne in die Jungschar, weil wir hier so tolle Sachen machen", freut sich der zehnjährige Timo Raithel von den "Wilden Kerls" und meint, dass auch das gemeinsame Backen toll gewesen sei.

Die neunjährige Lina Bäuerle sagt: "Das Plätzchenbacken hat mir großen Spaß gemacht, ich habe auch schon einmal daheim mit der Mutter gebacken". Die Kinder werden ihre Jungschar-Weihnachtsfeier auf jeden Fall mit dem Wissen erleben, dass alles vorbereitet werden muss und mit dem Gefühl, für ihre Feier etwas Wesentliches beigetragen zu haben.