Von Hans Schabert

Althengstett/Calw. Das jüngste Treffen führte die Altbürgermeister aus dem Landkreis Calw nach Alt- und Neuhengstett. Gestartet wurde mit einer Besichtigung der Rosengärtnerei Sattler & Weber. Dort wurden die ehemaligen Ortsoberhäupter regelrecht zu Rosenkavalieren.

Sie folgten dem Vorschlag von Jörg Nonnenmann, der das Programm zusammen mit Manfred Hammann organisiert hatte: "Nach dieser hoch interessanten Führung sollte jeder seiner Frau eine Rose kaufen als Honorar für Florian Weber", empfahl Nonnenmann erfolgreich den Ruhestandskollegen. Mancher legte im zugehörigen Laden noch etwas drauf und nahm eine Rosenmarmelade oder einen Rosensekt dazu.

Vorangegangen war in dem Familienunternehmen eine Führung durch die Gewächshäuser mit zahlreichen Informationen für Rosenfreunde und allgemein über den Betrieb. Vor 21 Jahren, ließ Weber wissen, sei die Gärtnerei seines Vaters und Onkels in Stuttgart-Möhringen einem Bauvorhaben gewichen und in Althengstett ansässig geworden. Dabei habe man sich auf Rosen sowie daraus gewonnenen oder mit diesen veredelten Produkten spezialisiert.

"Was bei uns in den Verkauf kommt, ist längstens drei Tage vorher geschnitten und hat keine weite Reise hinter sich", erläuterte der kurzweilig erzählende und sehr engagiert wirkende Rosenfachmann den Besuchern. Dies und die richtige Nachbehandlung führen natürlich zu längerer Haltbarkeit im Wohnzimmer. Wenn der Transportweg länger als zehn Minuten ist, sollte der Stiel neu angeschnitten werden. Die Vase muss sauber sein. Sie darf nicht direkt in der Sonne oder im Zug stehen. "Im Sommers darf der Rosenstrauß dann über Nacht ruhig ins kühle Freie", war ein weiterer Tipp von Weber zur Verlängerung der Lebensdauer.

Wenn eine Rose den Kopf hängen lässt, kann sie vielleicht noch durch erneutes Anschneiden und gut warmes Wasser gerettet werden. "Da steckt ja ganz schön Arbeit drin", zog am Ende der Führung einer der Teilnehmer das Fazit. Schädlingsbekämpfung, Wasserzufuhr, Pflanzung und Düngung waren einige der weiteren Themen.

Ein weiterer Programmpunkt für die rund 30-köpfige Gruppe war eine Führung durch das Waldensermuseums "Bourcet" in Neuhengstett.