Von Manfred Köncke Altensteig. Nicht nur gute Noten schreiben, sondern sich sozial betätigen – darauf legt die Altensteiger Friedrich-Boysen-Realschule Wert. Besonders 111 Siebtklässler durften sich diesmal angesprochen fühlen. Sie konnten zwischen fünf Projekten wählen.Eine Gruppe sammelte Spenden für das SOS-Kinderdorf, andere lasen Kindern und Senioren Geschichten und Gedichte vor, wieder andere gestalteten am gestrigen Dienstag den Abschlussgottesdienst vor den Weihnachtsferien – und 20 Siebtklässler statteten dem Seniorenzentrum "Sonnenhalde" einen Besuch ab.

Zur Vorbereitung trafen sie sich in den so genannten "Poolstunden" mit ihrer Mathematik-, Kunst- und Religionslehrerin Yvonne Gebhardt. Zuhause wurden Plätzchen und Bastelmaterial zusammengestellt.

Jugendlich haben fünfAngebote zur Auswahl

Dann war es soweit. Die Siebtklässler wurden von Angela Kipping vom Sozialen Heimdienst willkommen geheißen und auf unterschiedliche Wohnbereiche der Altenpflegeeinrichtung verteilt. Unterlagen für Basteleien wurden auf den Tischen ausgebreitet, Gesellschaftsspiele ausgepackt, ein fernsehbekanntes Quiz veranstaltet. Die Heimbewohner freuten sich über die Abwechslung und nahmen die Einladung zum Mitmachen gerne an.

Außerdem blieb Zeit zum Gespräch. Erinnerungen wurden wach an die eigene Jugend- und Schulzeit und an schöne Weihnachtsfeiern in der Familie. Zum Schluss wurden Päckchen mit Zimtsternen, Vanillekipferln, Springerle und sonstigem Backwerk an die Heimbewohner verteilt.

Im Religionsunterricht – den an der Altensteiger Realschule die Lehrer Thomas Knöfel, David Gerken, Tanja Frey, Agnes Wellhäußer und Yvonne Gebhardt erteilen – werden die Erfahrungen und Eindrücke nachbesprochen. Außerdem erhalten alle 20 Siebtklässler ein Zertifikat über ihren praktischen Einsatz, was bei der späteren Berufswahl von Nutzen sein könnte.

Der Spiele- und Bastelnachmittag war nicht die einzige Begegnung. Realschüler nahmen bereits im November an einem Rundgang durch das Pflegeheim teil – zurzeit sind 60 Betten und drei Kurzzeitplätze belegt –, erfuhren etwas vom Alltag in der Einrichtung, welche Angebote es gibt, um für Abwechslung im Einerlei zu sorgen und wie die Einzelzimmer ausgestattet sind. Einblicke in die Lebenswirklichkeit zu bekommen und Dankbarkeit für Begegnungen auf beiden Seiten zu spüren, das stärkt nach Ansicht von Yvonne Gebhardt das Verantwortungsgefühl für die älteren Generation.