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Altensteig (Württ.) Sehenswert, aber nicht ungefährlich

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Zahlreiche Zuschauer verfolgten in der Vergangenheit immer die Fahrt mit dem Floß auf der Nagold.. Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder-Bote

Wenn Tannen im Ofen kochen, der Rammbär Pfähle in den Boden treibt, ein LKW mit Stahlseilen beladen wird, in der Feldschmiede das Eisen glüht und Männer in Hirschlederhosen über Wiesen stapfen, dann ist es soweit: Die Flößerzunft Oberes Nagoldtal veranstaltet ein historisches Fest.

Altensteig. Schauplatz ist am Sonntag, 11. September, von 11 bis um 18 Uhr die Monhardter Wasserstube zwischen Altensteig und Ebhausen. Bei schönem Wetter werden Tausende von Besuchern erwartet. Manche reisen von weit her an.

Höhepunkt ist wieder am späten Nachmittag die traditionelle Floßfahrt auf der angestauten Nagold. Ein Besuch lohnt sich nach Auskunft von Martin Spreng aber bereits am Vormittag. Der Vorsitzende der Flößerzunft lädt ab 11 Uhr zum Rundgang ein. Überall auf den Wiesen gibt es was zu sehen und zu berichten.

Starke Männer in Originaltracht ziehen mit großer Kraftanstrengung den Rammbär in die Höhe, lassen auf Kommando die dicken Seile los und das Arbeitsgerät saust in die Tiefe.

Früher wurden so Pfähle in den Boden gerammt

Früher wurden mit dieser Technik Pfähle in den Boden gerammt. Demonstriert wird, wie früher Holzstämme mit Stahlseilen auf Lastwägen gehievt wurden. Zum Vergleich wird die moderne Entwicklung der Transport- und Ladetechnik vorgeführt. Im so genannten "Bähofen" werden dünne Tannenstämme erhitzt und anschließend zu Wieden gedreht. Die Holzringe hat man zum Einbinden der bis zu 285 Meter langen Flöße benötigt.

An der Feldschmiede schwingen Vater und Sohn Walz aus Walddorf den Hammer und formen aus glühenden Eisen Flößerhaken. Bestaunen kann man beim Flößerfest auch die handwerkliche Fingerfertigkeit eines Motorsägekünstlers. Und ein Teuchelbohrer erläutert, wie im Mittelalter Baumstämme ausgehöhlt und als Wasserleitungen verwendet wurden.

Höhepunkt der alle zwei Jahre im September stattfindenden Veranstaltung ist, wie erwähnt, die nicht ganz ungefährliche Floßfahrt.

Wenn das angestaute Flusswasser eine bestimmte Höhe erreicht hat, wird die Stellfalle hochgezogen und das von Martin Spreng gesteuerte, 60 Meter lange, aus fünf Gestören bestehende Floß setzt sich mit einem lautstarken "Jockele sperr" der Flößer in Bewegung. Bisher konnten die Zuschauer das Spektakel dichtgedrängt auf der Brücke der Wasserstube verfolgen, diesmal wird die Zahl aus Sicherheitsgründen beschränkt, weist Spreng auf die verminderte Tragfähigkeit der Holzfundamente hin – die Reparatur ist beschlossene Sache. Auch vom Ufer der Nagold aus habe man einen schönen Blick auf das fahrende Floß.

Die Holzwerkstatt Nagold bringt ein sieben Meter langes Einbaum aus Pappelholz zur Monhardter Wasserstube mit. Festbesucher können von der Anlegestelle einsteigen. "Ideal wären drei Erwachsene und zwei Kinder", sprechen die Werkstattmitglieder Roland Walter und Heinrich Wille aus Erfahrung.

An zahlreichen Ständen können Speisen und Getränke bestellt und an bereitstehenden Tischen und Bänken konsumiert werden. Für die Bewirtung sorgt der Altensteiger Schwarzwaldverein, zu dem die Flößerzunft organisatorisch gehört. Das Kreissenioren-Blasorchester Calw unterhält mit volkstümlichen Weisen.

Die Bundesstraße ist an diesem Tag gesperrt

Die B 28 ist am 11. September zwischen Ebhausen und Altensteig gesperrt. Parkmöglichkeiten bestehen an der Straße. Der Eintritt ist frei.

Vertreten sind beim Flößerfest zum ersten Mal die Altensteiger Stadtwerke mit einem Stand, an dem man sich rund um die Themen Energieerzeugung und Energielieferung von Strom und Gas und über den geplanten Bau einer neuen Wasserkraftanlage an der Monhardter Wasserstube informieren kann.

 
 

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