Von Doris Sannert Altensteig/Grömbach. Die Glasfaserkabel sind verlegt, die Kabelverzweiger gesetzt, und alles zusammen wurde erfolgreich getestet. Ab Januar können die Bewohner von Wart, Hornberg, Garrweiler und Grömbach über schnelles Internet verfügen.Wie groß das Interesse an einer leistungsfähigen Datenautobahn ist, zeigte sich bei der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus. Aus den drei Stadtteilen und der Gemeinde Grömbach waren neben den beiden Bürgermeistern Gerhard Feeß und Peter Seithel auch die Ortsvorsteher Heinz Kübler, Wolfgang Wenzel und Helmut Tausch, dazu Gemeinde- und Stadträte und zahlreiche interessierte Bürger gekommen, um sich vom künftigen Betreiber des Glasfaserkabelnetzes über die neuen Möglichkeiten informieren zu lassen.

Gerhard Feeß blickte noch einmal auf die Anfänge im Februar 2010 zurück und erklärte, weshalb das Umsetzen so lange gedauert habe. Denn nachdem die Fördermittel von Bund und Land für das Modellprojekt über die Kreisgrenze hinweg bewilligt waren musste mit einer europaweiten Ausschreibung nach einem Betreiber gesucht werden. "Wir haben’s gemeinsam hinbekommen – das Netz ist einsatzbereit", freute sich Feeß, der die Investitionskosten für Wart, Hornberg und Garrweiler mit 1,4 Millionen Euro bezifferte.

"Sie können je nach Vertrag im Januar angeschlossen werden", versprach Roland Steige von der NeckarCom Telekommunikation GmbH. Anhand einer Karte machte er deutlich, mit welchem Tempo Daten in welchem Ort ankommen. Die Einwohner von Garrweiler und Hornberg werden über 50 000 Kilobits pro Sekunde fürs Internet und zum Telefonieren verfügen können. In Wart und Grömbach sieht das ein wenig anders aus. Diese Zahlen gelten hier nur für die jeweilige Ortsmitte. Wer in den Randgebieten und damit weiter weg vom Verteiler wohnt, kann nur über 35 000 Kilobit/s verfügen. Im Wohngebiet Birkenäcker in Wart werden es voraussichtlich nur 16 000 Kilobit/s sein. Den Anschluss im Haus wird die SWA InfoCom GmbH der Stadtwerke Altensteig als Kooperationspartner übernehmen. Wer Fragen zum Angebot, zum Anbieterwechsel oder zum Vertragsabschluss hat, kann sich unter Telefon 07453/9 46 14 00 näher informieren.

Fragen konnten die Gäste aber auch bei der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus stellen. Eine davon wollten gleich mehrere Personen beantwortet haben – weshalb die Übertragungsgeschwindigkeit so unterschiedlich und vor allem in Wart so niedrig ist. Das hänge, so der Leiter der SWA, Günther Garbe, mit fehlenden Hausanschlüssen und den von der Telekom vorgegebenen Verteilerstandorten zusammen. Überall dort, wo das Glasfaserkabel an das bestehende Kupfernetz angeschlossen wird, gebe es Verluste. Seit zwei Jahren werden in der Gesamtstadt Altensteig Leerrohre fürs Glasfaserkabel verlegt, ließ Bürgermeister Feeß wissen und versprach: "Überall dort, wo wir ohnehin Straßen und Gehwege aufgraben, werden sie verlegt."