Von Uwe Priestersbach Wildberg. Bei der Wildberger Feuerwehr kündigen sich Veränderungen an. Nachdem der Gemeinderat den Baubeschluss für das Feuerwehrhaus gefasst hat, betonte Stadtbrandmeister Eberhard Fiedler bei der Hauptversammlung der Abteilung: "Wir haben jede Menge zu tun."Für Mitte 2014 ist der Umzug in das neue Domizil vorgesehen, und in diesem Zusammenhang sollen auch die Abteilungen aus Wildberg, Effringen und Schönbronn zu einer schlagkräftigen Wehr verschmolzen werden. Wie Eberhard Fiedler anmerkte, "werden wir in den nächsten anderthalb Jahren intensiv mitarbeiten müssen". Neben vielen organisatorischen Aufgabenstellungen nannte der Kommandant ebenfalls eventuelle Eigenleistungen in Teilbereichen des Bauvorhabens. Im neuen Feuerwehrhaus sieht er zudem die große Chancen, den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden – denn das Gerätehaus werde baulich und technisch auf dem aktuellen Stand sein.

Wie bei der Hauptversammlung deutlich wurde, musste die Wildberger Abteilung 2012 deutlich weniger Einsätze absolvieren als im Vorjahr. So berichtete Fiedler von 48 Alarmierungen, während es 2011 75 Einsätze waren. Dabei rückte die Wehr zu neun Bränden, drei Verkehrsunfällen, 14 Technischen Hilfeleistungen, vier Ölspuren, 14 Sicherheitsdiensten und vier Fehlalarmen aus. Unterm Strich summierte sich das auf 540 Einsatzstunden.

Gefordert war die Feuerwehr unter anderem im Januar, als das Sturmtief "Andreas" im Wildberger Stadtwald wütete und zahlreiche Bäume auf die Bundesstraße 463 stürzten. Als Kinder bei der Lützenschlucht gezündelt hatten, musste die Feuerwehr eine brennende Holzlagerung löschen, und nach einer Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen auf der Bundesstraße in Richtung Calw konnte der Fahrer des letzteren nur noch tot geborgen werden.

Mit Blick auf die 41 aktiven Feuerwehrangehörigen sprach Eberhard Fiedler von einer seit vielen Jahren stabilen Zahl, wobei das Durchschnittsalter bei 39 Jahren liegt. Großen Wert legt man nach wie vor auf die Ausbildung, die in diesem Jahr wieder einen besonderer Schwerpunkt bildete. "Wir haben einen tollen Ausbildungsstand", erklärte Fiedler unter Hinweis auf die zahlreichen Lehrgänge und Übungsdienste. Sehr zufrieden zeigte sich der Kommandant mit dem Übungsbesuch, der bei 80,3 Prozent lag.

Als "freiwillige Spezialkräfte" bezeichnete Bürgermeister Ulrich Bünger die Feuerwehrangehörigen. Und so sei es auch Ausdruck der Wertschätzung für die Feuerwehr, dass eine "ganz große Mehrheit für den Neubau gestimmt hat". Wie der Rathauschef hinzufügte, "dient das Feuerwehrhaus und die neue Feuerwehrstruktur der gesamten Stadt".

Verabschiedet wurde jetzt Kristin Börner, die Wildberg verlässt und während der vergangenen zwölf Jahre auch als Schriftführerin der Gesamtwehr und im Betreuerteam der Jugendfeuerwehr aktiv war. Neu in die Abteilung wurde Michael Neugebauer aufgenommen. Die Wahl der Kassenprüfer fiel auf Jan Weik und Ernst Feil.