Altensteig - TV Sandweier – TSV Altensteig (heute 20.30 Uhr). Die Handballspieler des TSV Altensteig brauchen als Tabellenzwölfter der Oberliga Baden-Württemberg ganz dringend die Punkte.Zwar bot die Mannschaft von Trainer Nenad Gojsovic zuletzt dem großen Favoriten aus Pforzheim Paroli, doch am Ende standen die Altensteiger trotz einer kämpferisch guten Leistung mit leeren Händen da

So kommt es heute Abend in der Rheintalhalle in Sandweier fast schon zu einem Kellerderby, denn die Hausherren stecken mitten im Abstiegsstrudel. Trainiert wird der TV Sandweier von Sven Urban, der die ewige Torschützenliste der Oberliga Baden-Württemberg nach wie vor souverän mit 1179 Treffern anführt, der aber nicht mehr aktiv ins Geschehen auf dem Feld eingreift. Mit zuletzt drei Punkten aus zwei Spielen konnte der TV Sandweier die Rote Laterne abgeben.

"Die kämpfen 60 Minuten lang", weiß der Altensteiger Trainer Nenad Gojsovic und rechnet nicht mit einem Spaziergang. Deshalb fordert er von seiner Mannschaft die selben Tugenden, wie zuletzt gegen den Tabellenführer aus der Goldstadt. "Da haben wir gut gespielt und die kämpferische Leistung stimmte, erklärt der TSV-Coach und fügt hinzu: "Ohne die richtige Einstellung haben wir in Sandweier keine Chance". Erschwerend kommt für die Altensteiger hinzu, dass in der Rheintalhalle absolute Harzverbot gilt.

Rückblickend ärgert sich Nenad Gojsovic immer noch über die verloren gegangenen Spiele gegen die Mannschaften aus Lauterstein und Heiningen, mit denen sich sein Team selbst in die Bredouille gebracht hat. Deshalb wünscht er sich in den letzten beiden Spielen der Hinrunde, dass seine Mannschaft noch einmal alle Kräfte und ihre gesamte Qualität in die Waagschale wirft. "Wir brauchen jetzt dringend die Punkte", betont der Trainer mit Blick auf die Tabellensituation.

Personell ist die Situation im Altensteiger Lager nach wie vor alles andere als optimal. So wurde Linkshänder Veljko Saula in dieser Woche an der Schulter operiert und fällt einige Wochen aus. Fragezeichen stehen noch hinter dem Einsatz von Christian Hörner, Dennis Rutkewitz und Maxim Cahn. Ob sie auflaufen können, wird sich vermutlich erst heute Abend beim Aufwärmen vor Ort entscheiden.

Davon lässt sich Nenad Gojsovic nach dem starken Auftritt der "Jungen Wilden" im Altensteiger Trikot aber nicht ins Bockshorn jagen. "Wir haben einige gute junge Spieler, die allerdings noch an sich arbeiten müssen", erklärt der TSV-Coach. Potenzial bescheinigt er vor allem Max Fuhrmann, der bei seinem starken Auftritt in der Offensive zuletzt gegen die TGS Pforzheim Verantwortung übernahm und zehn Tore erzielte. "Er ist ehrgeizig und auf einem guten Weg."