Alpirsbach Ziel lautet: 22 Grad im Freibad
Schwarzwälder-Bote, 05.04.2012 01:00 Uhr
Die Minigolfanlage wird derzeit im Alpirsbacher Freibad aufgebaut.Foto: Privat
Alpirsbach - Fleißige Helfer haben damit begonnen, das Freibad für die Saison 2012 vorzubereiten. Und außerdem arbeitet der Förderverein Freibad Alpirsbach weiterhin an dem Ziel, eine Wassertemperatur von 22 Grad zu gewährleisten.Das Kinderplanschbecken wurde gereinigt und der Winterschutz, die Sägespäne und die Abdeckplane entfernt. Am Kinderspielplatz mit Rutsche wurde eine Einfassung aus Holzstämmen angelegt, informiert der Förderverein in einer Pressemitteilung.
Einen Vorschlag des Fördervereins hat die Stadt aufgegriffen: Der Minigolfplatz hinter dem Sportplatz wurde abgebaut und wird derzeit im Freibad aufgebaut. Zwar sind die Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen, aber mit der Eröffnung des Freibads, voraussichtlich Mitte Mai, wird auch der Minigolfplatz fertiggestellt sein.
Im vergangenen Jahr hat der Förderverein die Aktion "zwei Grad plus" ins Leben gerufen und für eine Abdeckplane Gelder gesammelt. Da sich jedoch die Voraussetzungen geändert haben – der Gasverbrauch für die Beckenheizung lag im vergangenen Jahr bei lediglich 2200 Euro – hat sich der Förderverein entschlossen, keine 65 000 Euro für eine Folie zu investieren, da lediglich etwa 400 Euro pro Saison eingespart werden könnten. Um das gesetzte Ziel, nämlich dauerhaft 22 Grad, zu erreichen, wurden vom Förderverein verschiedene Optionen überprüft und mit Fachleuten durchgerechnet. Dabei schied die Möglichkeit, eine Wärmepumpe zu installieren, aus, da mit Stromkosten von rund 18 000 Euro zu rechnen war.
Es bleiben noch zwei Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen. Eine ist der Einsatz von Solar-Vakuumröhren-Kollektoren, die wesentlich effektiver als die bisherige Anlage auf dem Dach wären.
Eine Abordnung des Vereins hat mit Unterstützung von Jörg Lehmann eine Referenzanlage in Dettenhausen im Schönbuch besichtigt und sich von der Leistungsfähigkeit überzeugen lassen. Die Kosten für eine entsprechende Anlage lägen für das Alpirsbacher Freibad bei rund 80 000 Euro. Damit könnte dann aber auch das Brauchwasser für die Duschen erhitzt werden.
Die zweite Option ergäbe sich aus dem Bau eines Blockheizkraftwerks im Industriegebiet im Rötenbächle. Die dort anfallende Abwärme könnte für die Heizung des Wassers im Becken, aber auch für das Brauchwasser eingesetzt werden. Hier wären dann allerdings Leitungen von rund 600 Metern Länge für den Wärmetransport zu legen. Deren Kosten sowie die Kosten für die Wärmelieferung werden derzeit noch ermittelt. Bei beiden Alternativen könnte der Verein künftig durchaus noch den Kauf einer Folie planen, um den Wärmeverlust während der Nacht zu verringern.
Das bisher gespendete Geld sei also nicht verloren, sondern werde für die Erwärmung des Freibadwassers verwendet, damit in dieser Saison eine Temperatur von 22 Grad gewährleistet werden könne, heißt es von Seiten des Fördervereins.
Neue Mitglieder sind im Förderverein Freibad Alpirsbach willkommen, der es sich zum Ziel gemacht hat, das Freibad zu erhalten. Weitere Informationen und Mitgliedsanträge sind unter der E-Mail-Adresse FFA-2010@t-online.de erhältlich und liegen bei den Banken bereit.



