Alpirsbach Musik aus dem Barock und aus Indien

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Führen einen originellen Musikmix auf: Thomas Radlwimmer, Carmen Jauch und Birgit Rosner Foto: Radlwimmer Foto: Schwarzwälder-Bote

Stücke aus dem Früh- und Hochbarock sowie klassische indische Musik sind am Samstag, 8. Oktober, ab 18 Uhr in der Alpirsbacher Klosterkirche zu hören. Das Duo Idée fixe und der Tablaspieler Thomas Radlwimmer bestreiten das ungewöhnliche Konzert.

Alpirsbach. Das Duo Idée fixe besteht aus Carmen Jauch am Cembalo und der Blockflötistin Birgit Rosner. Aufgewachsen als klassischer Trompeter, hat sich Thomas Radlwimmer in seiner Studienzeit exotischeren Instrumenten zugewandt. Fasziniert von dem gewaltigen Klangspektrum begann er das Studium der japanischen Shakuhachi, die im Westen auch als die "Zen-Flöte" bekannt ist, und der indischen Tabla, die der klassischen indischen Musik ihren melodiösen, rhythmischen Klang verleiht. Radlwimmer verbringt jährlich zwei Monate in Indien, um dort intensiv bei Meistern zu lernen.

In Musik und Literatur wird ein wiederkehrendes Thema oder ein Charakterzug gemeinhin als "Idée fixe" bezeichnet. Im Chorraum der Klosterkirche kreisen die Werke an diesem Abend um das "d". Bereits vor der Entwicklung geordneter Tonsysteme wurden Tonarten bestimmte Ausdrucksqualitäten zugesprochen, wobei kaum jemals bestritten wurde, dass Durtonarten klar, hell und heiter, Molltonarten dagegen trübe, matt und düster wirken.

Im Laufe der Epochen ordneten zahlreiche Musiktheoretiker und Komponisten den einzelnen Tonarten Charaktere zu. Die Tonart D-Dur wird dabei als "freudig und sehr kriegerisch" (Charpentier), "scharf und eigensinnig" (Mattheson) oder "pompös und rauschend" (Knecht) bezeichnet. D-Moll dagegen gilt als melancholisch, ernsthaft und düster oder als "schwermütige Weiblichkeit, die Spleen und Dünste brütet" (Schubart).

Birgit Rosner und Carmen Jauch – seit vielen Jahren ein erfolgreiches Duo – verwirklichen in ihren Konzerten immer wieder neue Ideen und Konzepte.

An diesem Abend erklingen neben bekannten Werken des Früh- und Hochbarocks von Telemann, Castello, Marais und Mealli auch Werke aus der indischen klassischen Musik. Ravi Shankar (1920-2012) gilt als einer der bekanntesten zeitgenössischen indischen Musiker. In den 60er-Jahren bereiste er Europa und Amerika und steigerte dort das Ansehen klassischer indischer Musik durch Lehre, Auftritte und den Kontakt zum Violinisten Yehudi Menuhin und zu George Harrison von den Beatles. Shankar beschäftigte sich mit westlicher Musik, indem er Instrumentalkonzerte für Sitar und Orchester schrieb.

Spannendes und Kurioses gilt es außerdem auch bei eigenen Arrangements von Orgel- und Klavierwerken von Bach bin hin zu Keith Jarrett zu entdecken, so die Veranstalter. Karten gibt es im Pfarrbüro Alpirsbach unter Telefon 07444/22 57 und an der Abendkasse ab 17.30 Uhr.

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