Alpirsbach Gemeinsam geistliches Leben gestalten

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In der Alpirsbacher Klosterkirche – hier der Haupteingang – werden bei der gregorianischen Woche im August vier Mal am Tag die Stundengebete gesungen. Foto: Hering Foto: Schwarzwälder-Bote

Das benediktinische Motto "ora et labora" (bete und arbeite) wird bei den gregorianischen Wochen der Stiftung Kirchliche Arbeit Alpirsbach mit Leben erfüllt: Mehrmals im Jahr gestalten die Teilnehmer gemeinschaftlich geistliches Leben.

Alpirsbach (cw). Die gregorianischen Wochen werden an verschiedenen deutschen Orten mit traditionsreichen Klosterkirchen veranstaltet. Eine Sommerwoche der Stiftung Kirchliche Arbeit Alpirsbach (KAA) findet vom 22. bis 27. August in Alpirsbach statt. Das Thema lautet "Eine Welt", das Jahresthema der Luther-Dekade der evangelischen Kirche in Deutschland. Das theologische Studium bei der Sommerwoche leitet Reinhard J. Voß aus Diemelstadt in Hessen. Der Ruheständler ist vielfältig kirchlich und sozial engagiert. Er arbeitet ehrenamtlich für einen Friedensdienst und die Zukunftswerkstatt Ökumene in Diemelstadt-Wethen/Germete. Als Kantorin wirkt Annegret Ernst-Weissert mit. Sie nimmt bis zum 31. Mai Anmeldungen per E-Mail an annegret.ernst-weissert@t-online entgegen.

Begonnen haben die diesjährigen gregorianischen Wochen der KAA im Januar mit einer Epiphaniaswoche im Kloster Heiligkreuztal bei Riedlingen an der Donau. Am vergangenen Wochenende wurde der "Alpirsbacher Invokavit", der erste Sonntag der Fastenzeit, in Bad Ferienwalde gefeiert. Die Osterwoche findet in Hildesheim statt, die Pfingstwoche in Meißen. Für die erste der beiden Sommerwochen der KAA lädt die Stiftung nach Gernrode in Sachsen-Anhalt ein. Der Herbstkonvent ist Anfang Oktober in Neuburg bei Heidelberg. Der "Alpirsbacher Advent" wird Ende November in Benz/Usedom gefeiert.

Die gregorianischen Wochen sind ein ökumenisches Angebot, um eine Woche klösterlichen Lebens an einem ruhigen Ort zu verbringen. Geprägt sind die Tage im Kloster durch das Singen vier gregorianischer Stundengebete am Morgen, Mittag, Abend und in der Nacht, eine evangelische Messe am Ende der Woche, das theologische Studium über Fragen des Glaubens und das ­ Erlernen des gregorianischen Singens. Chorpraxis, musikalische oder theologische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Die Tradition der KAA reicht bis ins Jahr 1933 zurück. Damals trafen sich in der ehemaligen Benediktinerabtei Alpirsbach evangelische Christen, um "ernsthaft nach dem zu fragen, was uns in und mit der Kirche gegeben ist", wie es in der Einladung zu der Epiphaniaswoche 1935 hieß.

Nach dem "Alpirsbacher Antiphonale" werden Psalmen, andere biblische Texte sowie Gebete und Hymnen nach originalen Melodien auch in deutscher Sprache gesungen.

Die Geschäftsstelle der KAA ist heute bei dem Rechtsanwalt und Pastor Sibrand Foerster in Düsseldorf.

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