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Albstadt Zum Unterrichten bleibt weniger Zeit

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Hans-Jörg Fink unterrichtet für sein Leben gerne – als Rektor hat er dafür jetzt etwas weniger Zeit. Foto: Eyrich

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Albstadt-Ebingen - Schuljahresbeginn an der Walther-Groz-Schule ist für Hans-Jörg Fink nichts Neues - die Referendarszeit eingerechnet hat er ihn schon 19 Mal erlebt. Aber gestern war alles ein bisschen anders als sonst – denn seit gestern ist Fink Schulleiter.

Noch sind Schreibtisch, Regale und Ablagen leer – Evelyn Lorch, die Amtsvorgängerin, hat, wie nicht anders zu erwarten, ihr Büro gründlich aufgeräumt und den Nachfolger nicht mit papiernen Altlasten inkommodiert. Den Geist der Tradition kann man allerdings nicht einfach in einem Karton verstauen – Wicker, Albrecht, Kaiser, Vosseler und zuletzt Lorch, das ist die "Ahnenreihe", deren Erbe Hans-Jörg Fink weniger als Last denn als Auftrag anzusehen entschlossen ist. Mehr noch: "Als Ermutigung".

Den Umgang mit Verantwortung jenseits des Unterrichtsalltags ist Fink seit langem gewohnt. Der gebürtige Ebinger war 1997 als frisch examinierter Absolvent der Universität Stuttgart-Hohenheim an die Walther-Groz-Schule gekommen und nach dem Ende des zweijährigen Referendariats gleich geblieben. Hans-Erich Vosseler, der damalige Schulleiter, wusste, was er an dem jungen Mann hatte, und nahm ihn alsbald in die Pflicht: Schon früh wurde Fink zur Stunden- und Vertretungsplanung herangezogen und erhielt die Chance, sich als Mann für besondere Aufgaben hervorzutun.

Zwei Tage pro Woche für Fortbildungen und individuelle Förderung

2010 ernannte ihn das Regierungspräsidium zum Fachberater; fortan war er im Schnitt zwei Tage pro Arbeitswoche mit der Fortbildung und Beratung in Sachen individuelle Förderung und Lernfeldunterricht befasst. Das bedeutete Dienstreisen – heute Lehrprobe im Lahr, morgen pädagogischer Tag in Nürtingen; als Fachberater kommt man herum im Land. Die Vielfalt der Aufgaben sagte Fink zu; er freute sich aber trotzdem über jede Unterrichtsstunde, die er geben konnte: "Unterrichten ist für mich Genuss und Privileg."

Der Genuss wird auch in Zukunft ein zeitlich beschränkter bleiben – in Zeiten schwindender Schülerzahlen sind auf den Kommandobrücken von Bildungsanstalten Marketing-Strategen gefragt. Das Wirtschaftsgymnasium an der Walther-Groz-Schule mag vom anhaltenden Run aufs Abitur profitieren; am Berufskolleg und der Berufsfachschule sind die Schülerzahlen derzeit konstant. Sorgen bereitet dagegen die mit Abstand größte Sparte, die Berufsschule – der demographisch bedingte Lehrlingsmangel macht sich auch an der Schule bemerkbar; ihre Möglichkeiten, ihm zu begegnen, sind naturgemäß begrenzt: "Gute Qualität, das ist es, was wir beitragen können." Am Wirtschaftsgymnasium sind die Möglichkeiten, Bonbons anzubieten, größer; als Beispiel nennt Fink die "Tabletklasse", die es im Schuljahr 2016/17 erstmals geben soll. Was er als besondere Stärke seines Hauses ansieht? Nun, die Anforderungen im Berufsleben steigen, besonders im Hinblick auf die überfachlichen Kompetenzen kontinuierlich, gleichzeitig wird die Schülerschaft in punkto Herkunft, Bildungsgrad und Leistungsfähigkeit immer heterogener. "In diesem Spagat haben wir Übung – den machen wird schon seit Jahrzehnten."

Von Genuss und Privileg – ohne Freizeit geht es nicht ganz

Schule mag Genuss sein, Unterrichten ein Privileg – ohne Freizeit geht es dennoch nicht, zumal Hans-Jörg Fink Vater von vier Kindern ist. Er fährt Mountainbike, nimmt auch am Bike-Marathon teil, solange die Strecke nicht im Morast versinkt. Und er bewirtschaftet einen kleinen Privatwald auf dem Heuberg. Vielleicht nicht immer so intensiv, wie es Meßstettens Revierförster Thomas Holl gerne hätte, aber immerhin so, dass ein Mindestmaß an körperlicher Betätigung gewährleistet ist – und im Winter eine warme Stube.

 
 

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Karina Eyrich

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