Albstadt Wissenschaft und Kunst vereint
Schwarzwälder-Bote, 07.08.2012 23:02 Uhr
Tuschezeichnungen sind die Spezialität von Bernd Gondolph-Zink. Foto: KappeFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Sabine Kappe
Albstadt-Truchtelfingen. Eine Bilderausstellung im Krankenhaus ist nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich wird es, wenn Werke des Chefarztes ausgestellt werden. In der Sana-Klinik Zollernalb sind derzeit Tuschefederzeichnungen von Bernd Gondolph-Zink zu sehen.
"Science – Art & Motion" – unter diesem Titel wurde die Ausstellung von Vera Gondolph-Zink zusammen gestellt. Zu sehen sind menschliche Figuren in Bewegung. Dabei zeigt Bernd Gondolph-Zink seine Liebe zum Detail und findet dabei eine wunderbare Symbiose von Wissenschaft, Kunst und Bewegung – eben "Science – Art & Motion".
Bei den Bildern handelt es sich um Ballettbühnenszenen deutscher und internationaler Staatstheater aus den 1980-er- und 90-er-Jahren. Weil sich wesentliche wissenschaftliche Arbeiten von Gondolph-Zink mit Makro- und Mikrodesign von Kunstgelenken beschäftigen, entstanden diese anatomischen Körperbewegungszeichnungen.
Geboren wurde Bernd Gondolph-Zink in Bensheim an der Bergstraße. Sein Medizinstudium absolvierte er in Frankfurt. Seine Interessen galten bereits damals der Malerei, der Musik und dem Theater. Beruflich siegte jedoch die Wissenschaft.
Schon während der Studienzeit entstanden zahlreiche Ölgemälde. Schließlich wechselte er jedoch zur Tuschefederzeichnung. Hier entstanden vor allem anatomische Skizzen und Körperbewegungen. 1982 wurde Gondolph-Zink Facharzt an der Universitätsklinik von Frankfurt, zehn Jahre später habilitierte er an der Universität Ulm.
Inzwischen ist Gondolph-Zink Ärztlicher Direktor und Chefarzt der orthopädischen Akut- und Rehaklinik Sana-Klinik Zollernalb. Darüber hinaus hat er Lehraufträge an der Universität Ulm, der Universität in Riga sowie an der Fachhochschule Arnstadt-Balingen.


