Albstadt Selbst "Gaffer" können zuweilen nützlich sein

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Sofortmaßnahmen am Unfallort demon­strierten die Ersthelfer-Ausbilder bei den IG-Metall-Senioren. Foto: Schwarzwälder-Bote

Albstadt-Ebingen. Mit "Sofortmaßnahmen am Unfallort" ist ein immer aktuelles Thema auf der Tagesordnung der Märzversammlung der IG-Metall-Senioren der Verwaltungsstelle Albstadt im Gasthaus "Grüne Au" gestanden.

Die Ersthelfer-Ausbilder Günter Straub und Matthias Herberth, die ehrenamtlich für die DRK-Ortsgruppe Scheer tätig sind, brachten den Senioren dieses Thema anschaulich und mit vielen Beispielen unterlegt nahe. Sie stellten heraus, dass es bei der Hilfeleistung nur einen Fehler gebe, nämlich nichts zu tun. Ansonsten gelte der Grundsatz: auf alle Fälle helfen.

Bei einem Autounfall zum Beispiel gilt es zuerst den Eigenschutz sicherzustellen, also die Warnblinkanlage einzuschalten, die Warnweste anzuziehen, das Warndreieck 150 Meter weit weg aufzustellen, dann sofort den Notruf 112 anzurufen und zu melden, wo man sich befindet, was passiert ist, wie viele Verletzte es gibt, welche Verletzungen erkennbar sind und ob die Verletzten ansprechbar sind. Außerdem sollten Unfallmelder auf alle Fälle warten, bis mit der Leitstelle alle Fragen geklärt seien und die Hilfe auf dem Weg sei.

Hilfreich sei es auch, Verletzten gut zuzusprechen und alle Hilfsmaßnahmen einzuleiten, die man kennt und sich körperlich zutraut. Verletzten sollten warm gehalten und soweit möglich aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Wer nicht ansprechbar sei, solle in die stabile Seitenlage gebracht werden. Seien die in der Regel unvermeidlichen "Gaffer" da, könne es nützlich sein, Hilfsmaßnahmen zu delegieren. Dabei sei allerdings darauf zu achten, dass niemand mit dem Handy das Geschehen aufnehme. Über solche Personen sei die Polizei zu informieren, betonten die Referenten.

In der anschließenden Fragerunde zeigte sich, dass nur wenige der Zuhörer in einer solchen Situation waren, aber dennoch wussten, dass schon die einfachste erste Hilfe nützlich sei. Liege etwa die Warnweste im Kofferraum, sei auch der Helfer in ernster Gefahr, und wer keine Ahnung habe, wie das Warndreieck aufgestellt werde, gerate unter vermeidbaren Stress in einer Ausnahmesituation.

Ein weiterer wichtiger Punkte sei ein neuwertiger Verbandskasten, denn Pflaster, die nicht klebten, oder Latexhandschuhe, die verklebten, seien wenig wert. Den Vortrag, der viel Beifall fand, hatten Lothar Mathe und Adolf Lederer organisiert.

u Am Donnerstag, 3. April, geht es um das Thema "sichere Renten": ab 14 Uhr in der "Grünen Au".

Folgende Termine stehen im Programm der IG Metall-Senioren bis zur Sommerpause:

u Zur Maifeier des DGB Sigmaringen am Vorabend des 1. Mai treffen sich die Senioren am Mittwoch, 30. April, in der Festhalle Sigmaringen.

u Ein Boccia-Turnier mit Einkehr beginnt am Donnerstag, 5. Juni, um 14 Uhr im Turnerheim Bitz.

u Die Jahresausfahrt wird am Donnerstag, 3. Juli, ab 14 Uhr im Gasthaus "Grüne Au" besprochen. u Eine Ausfahrt zu einem Luftfahrt-Brauerei-und-Natuerlebnis findet am Dienstag, 22. Juli, statt.

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