Von Martin Kistner

Albstadt. Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow hat am Donnerstag im Ausschuss für Soziales, Kultur, Schule und Sport Stellung zu den Vorwürfen genommen, die Stadt Albstadt habe auf einen Antrag der Pfeffinger Ortsgruppe des Roten Kreuzes, einen Altkleidercontainer aufzustellen, ein Jahr lang nicht reagiert, dafür aber ein kommerzielles Unternehmen, das eigenmächtig und ohne zu fragen einen solchen Container aufstellte, gewähren lassen. Gneveckow erklärte, die Stadt habe in den vergangenen Monaten versucht, zu klären, wo neuerdings überall Container stünden, wo es sinnvoll sei, welche aufzustellen und wer als Träger der Sammlungen in Betracht komme. Deshalb hätten die Pfeffinger so lange nichts aus dem Rathaus gehört.

Doch just in dieser Woche habe Post an die Albstädter Bereitschaften das Haus verlassen: Vorschläge für 18 Standorte, die kostenfrei genutzt werden dürften samt den dazugehörigen Verträgen. 18 weitere Angebote, erfuhren die Gemeinderäte, hat ein privater Kleidersammler erhalten – das DRK bekommt also nur die Hälfte vom Kuchen. Die Zahl der Albstädter Kleidercontainer wird aber definitiv höher sein als 36, auf privatem Grund darf jeder, dem danach ist, einen Container aufstellen. Die Stadt hatte keine Handhabe, das zu verbieten.

Das Interesse an der Altkleidersammlung ist in jüngster Zeit bundesweit stark gewachsen, da das Geschäft lukrativ ist. Darunter leiden die Einkünfte des Roten Kreuzes, das mit den Kleidersammlungen die knapp geschneiderten Budgets aufbessert.