Albstadt Posselt verstärkt Technologiewerkstatt

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Baustelle im Herzen Tailfingens: Die Technologiewerkstatt soll dem Wirtschaftsleben Albstadts neue Impulse geben. Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Karina Eyrich

Albstadt-Tailfingen. Das Management-Team der Technologiewerkstatt ist gewachsen: Neu dabei ist Helmut Posselt, der sich um den Bereich "Technologische Bildung" kümmern wird.

Die Bezeichnung "Verstärkung" ist gerechtfertigt: Helmut Posselt, Leiter des Naturwissenschaftlich-Technischen Stützpunktes Albstadt (NTS) in Margrethausen, gehört künftig dem Management-Team der Technologiewerkstatt an, für die in Tailfingen derzeit die Gebäude entstehen, und er wird sich dort vor allem mit der "Technologischen Bildung" auseinander setzen. Seine Kollegen im Team sind der städtische Wirtschaftsförderer Andreas Hödl, Volker Oertel und Knut Kliem von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Nicolai Beisheim, Professor für Maschinenbau und Digital Engineering, und Petra Schneider, Professorin für Textile Produkttechnologie/Technische Textilien.

Während Petra Schneiders Themenbereiche sich in der Hochschule und der Technologiewerkstatt decken, ist Beisheim im Management-Team für das Thema "Industrie 4.0" zuständig. Der Begriff steht für die Informatisierung der klassischen Industrien. Ziel ist die intelligente Fabrik mit Merkmalen wie Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz, Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse.

Arbeitsschwerpunkt von Volker Oertel sind Kooperationsprojekte zwischen der Industrie und der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, während sich Knut Kliem vor allem um Neugründungen kümmert. Wie viele es davon aus der Hochschule Albstadt-Sigmaringen heraus gegeben hat, das hat das Management-Team untersucht, und staunte selbst: "Seit 1997 lassen sich 42 Neugründungen nachvollziehen", sagt Andreas Hödl, wohl wissend, dass es eine Dunkelziffer gibt. "Allein in den Jahren 2010 bis 2013 gab es 16 erfolgreiche Neugründungen, davon sechs in Albstadt, eine in Sigmaringen und drei in Balingen."

Auch welche Studiengänge die Gründer absolviert haben, weiß Hödl: 15 von ihnen haben Technische Informatik oder Wirtschaftsinformatik studiert, zehn weitere Wirtschaftswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre, sechs Bekleidungstechnik, je drei Pharmatechnik und Ernährungstechnik. Zwei Gründer kommen aus dem Studiengang "Facility Management" und einer aus dem Maschinenbau, einer klassisch teure Branche, in der hohe Investitionen unumgänglich sind.

Weiter auf der Suche ist die Stadt derzeit noch nach einem so genannten Innovationsmanager, der die Fäden in der Technologiewerkstatt in der Hand halten soll. Gespräche würden geführt, sagt Hauptamtsleiter Josef Klaiber, im Rathaus zuständig für Personalfragen. Genaueres will er freilich noch nicht verraten.

Mit der Verpflichtung Helmut Posselts jedoch ist dem Management-Team der Technologiewerkstatt ein Glücksgriff gelungen. Posselt leitet seit der Gründung das NTS, ein Gemeinschaftsprojekt des Regierungspräsidiums Tübingen, des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrer­bildung Albstadt sowie der Groz-Beckert Stiftung aus Albstadt. Dort organisiert Posselt Fortbildungen, Kooperationen und Werkstattangebote, entwickelt aber auch Unterrichtsmaterial. Beteiligt war Posselt unter anderem am Projekt "Create Albstadt", in dem Schüler des Progymnasiums Tailfingen markante Albstädter Gebäude dreidimensional mit dem Computer nachgezeichnet und "ausgedruckt" haben.

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