Albstadt Neues Knie macht Hoffnung

Schwarzwälder-Bote, 16.04.2012 20:02 Uhr

Albstadt-Truchtelfingen. Kaum jemand kann sich in Deutschland vorstellen, wie es ist, eine Operation dringend zu benötigen und sie sich finanziell nicht leisten zu können. In der Sana-Klinik Zollernalb wird derzeit Alexander Levaschov aus Russland behandelt. Die Kosten trägt die Klinik.

Lange Zeit hatte Alexander Levaschov, der Mitarbeiter einer St. Petersburger Suppenküche der Doris-Epple-Stiftung ist und Obdachlose versorgt, unter Schmerzen am Knie gelitten. Bereits in der russischen Heimat wurde Gelenkverschleiß, die sogenannte Arthrose, diagnostiziert. Eine medikamentöse Behandlung hatte keinen Erfolg, die Schmerzen wurden immer schlimmer. Levaschov benötigte dringend ein neues Kniegelenk.

Ein St.-Petersburgerauf der Alb

Doris Epple, deren Stiftung in Öhningen am Bodensee ansässig ist und Armenhilfe in Russland leistet, nahm sich ihres PetersburgerMitarbeiters an und organisierte für ihn eine Behandlung in Deutschland. Der 68-Jährige wurde in der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Karl-Olga-Krankenhauses in Stuttgart operiert. Die Sana-Klinik kooperiert im Bereich der Nachversorgung mit den Stuttgartern, und so kam Levaschov auf die Alb.

Wo es ihm inzwischen wieder richtig gut geht – wen wundert's, dass er den behandelnden Ärzten überaus dankbar ist. Dank dem Umstand, dass die Sana-Klinik Mitarbeiter hat, die Russisch sprechen und dolmetschen können, bereitet die Verständigung mit den Therapeuten ihm keine großen Probleme.

Und auch das Laufen klappt von Mal zu Mal besser – jetzt gilt es, im Rahmen der Physiotherapie die Muskulatur wieder aufzubauen und zu kräftigen. Und dann? Wird Alexander Levaschov mit neuem Kniegelenk und beschwerdefrei in seine Heimat zurückkehren. Lange soll es nicht mehr dauern – seine Tage in Truchtelfingen sind gezählt.

 
 
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