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Albstadt Melitta – Gräfin im Sturzflug

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Melitta Schenk Gräfin Schenk von Stauffenberg Foto: Archiv Melle Foto: Schwarzwälder-Bote

Albstadt-Lautlingen. Eine Kurzbiografie über eine starke Persönlichkeit, die zeitweise in Lautlingen wohnte und durch ihre Heirat eine besondere Verbindung zu Lautlingen hat, hat Heiko Peter Melle mit einem Wiesbadener Co-Autor geschrieben.

"Sturzflüge für Deutschland – Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg" lautet der Titel des Werkes, das der Lautlinger Stauffenberg-Experte Heiko Peter Melle mit Ernst Probst aus Wiesbaden verfasst hat. Die beiden beschäftigen sich mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit ihrer Zeit, Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg, der Ehefrau von Alexander Schenk Graf von Stauffenberg.

"Die fliegende Gräfin tat sich in den 1930-er und 1940-er Jahren als Entwicklungsingenieurin und Testpilotin hervor", berichtet Melle. "Zu ihren besonderen Leistungen gehören mehr als 2500 Sturzflüge mit Sturzkampfflugzeugen." Die mutige Pilotin habe allerdings unter einem "ungeheuren Gewissenskonflikt" gelitten: Einerseits sei sie wegen ihres jüdischen Vaters und wegen ihrer Verwandtschaft mit ihrem Schwager Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der das missglückte Attentat auf den Diktator Adolf Hitler verübt hatte, keine Anhängerin der Nationalsozialisten gewesen.

Nach neuesten Erkenntnissen und Auswertungen ihrer Tagebücher sei Melitta "höchstwahrscheinlich sogar in die Attentatspläne des 20. Juli eingeweiht, wenngleich auch nicht aktiv beteiligt" gewesen, so der Autor. Andererseits jedoch habe sie durch ihre Forschungen alles getan, um kämpfende Verbände der Luftwaffe zu unterstützen.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Melitta Schenk Gräfin Schenk von Stauffenberg bei einem Flug mit ihrer unbewaffneten Maschine zu ihrem inhaftierten Ehemann von einem amerikanischen Jagdflugzeug abgeschossen. Sie starb im Alter von nur 42 Jahren. Das 84-seitige Taschenbuch "Sturzflüge für Deutschland – Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg" schildert ihr bewegtes Leben, das auch schon Thema einer Theateraufführung im Stauffenberg-Schloss war.

Heiko Peter Melle ist profunder Kenner der Familiengeschichte der Schenken von Stauffenberg und betreut die Lautlinger Stauffenberg-Gedenkstätte als ehrenamtlicher Mitarbeiter mit. Bei ihm hatte Ernst Probst um Fotos der Gräfin angefragt. Aber wie sich herausgestellt habe, sei Probst auf dem Forschungsstand von 1990 gewesen, berichtet Melle. So sei er "unversehens zum Mit-Autor geworden". Aus der Feder von Ernst Probst stammen Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, über Astronautinnen und Kosmonautinnen.

2013 soll es aus Anlass des 110. Geburtstages der Gräfin eine größere Veranstaltung in Lautlingen geben, berichtet Melle. Der Termin dafür steht noch nicht fest.

Das Buch: Melle, Heiko Peter und Ernst Probst: Sturzflüge für Deutschland – Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg; Grin-Verlag München 2012, 92 Seiten, broschiert, ISBN 978-3656256090; 12,99 Euro

 
 

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