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Albstadt Lehrer sein – das heißt, selbst lebenslang zu lernen

Schwarzwälder-Bote, vom 03.02.2012 21:00 Uhr
Der Vorbereitungsdienst der neuen Lehranwärter begann mit einem bunten Programm aus Songs und Theater. Das Bild zeigt die Theaterpädagogikgruppe des Seminars in Aktion. Foto: Schwarzwälder-Bote
Der Vorbereitungsdienst der neuen Lehranwärter begann mit einem bunten Programm aus Songs und Theater. Das Bild zeigt die Theaterpädagogikgruppe des Seminars in Aktion. Foto: Schwarzwälder-Bote

Albstadt. 94 neue Lehreranwärter werden seit dieser Woche am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung auf den Berufsalltag des Grund-, Werkrealschul- und Hauptschullehrers vorbereitet. Für sie beginnt mit dem 18-monatigen Vorbereitungsdienst die zweite Phase ihrer Berufsausbildung – am Seminar in Albstadt und an mehr als 70 Schulen in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und Zollernalb.

Den ersten Akzent ihrer feierlichen Einführung setzten mit einem beflügelnden Begrüßungsrap Ebinger Kirchgrabenschüler der Klassen 1a und 2a unter der Leitung ihrer Lehrerin Daniela Kley. Danach gaben Seminarleiter Christoph Straub und sein Stellvertreter Martin Schweiger den Lehreranwärtern in einem "Rededuett" einen Vorgeschmack auf die anstehenden Herausforderungen. "Man kann nur Lehrer sein, wenn man selbst Lernender bleibt", lautete ihre zentrale Botschaft an die jungen Kollegen in spe.

Es war nicht die einzige, welche die Neulinge während der Feier vernahmen. Eine weitere illustrierten die Seminarleiter mit Szenen aus Astrid Lindgrens Kinderbuch "Madita": Kinder lebten in ihrer eigenen Welt; die Kunst des Lehrers sei es, sie dort abzuholen. Das Beispiel sollte den angehenden Lehrern Appetit machen auf die Begegnung mit Kindern und Jugendlichen an ihren Schulen.

Dank für Unterstützung seitens der Stadt

Seminarleiter Straub dankte in seiner Eröffnungsansprache der Stadt Albstadt für die mehrjährige Unterstützung und den Schulleitungen und Mentoren der Ausbildungsschulen für die konstruktive Zusammenarbeit. Mit ihrer Bereitschaft, Referendare zu begleiten, leisteten die Kollegen in den Schulen einen wertvollen Beitrag zur Qualifizierung der künftigen Lehrergeneration.

Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow beglückwünschte die Referendare in seinem Grußwort zu ihrem Seminarstandort und wies sie auf Albstadts landschaftliche Schönheit und seine kulturellen und sportlichen Attraktionen hin.

Für die Staatlichen Schulämter Albstadt und Tübingen sprach Gernot Schultheiß – der Albstädter Amtsleiter ging auf die strukturellen Veränderungen ein, die im Schulwesen ins Haus stünden, und machte den Nachwuchslehrern Mut auf den seiner Meinung nach "abwechslungsreichsten Beruf, den das Land Baden-Württemberg anzubieten hat". Thomas Wagner, Personalratsvorsitzende, überbrachte die in eine kreativ gestalteten Fotostory verpackten Willkommensgrüße der Lehrerkollegien an den Ausbildungsschulen. Traditionsgemäß wirkten die Lehreranwärter aus dem Vorgängerkurs an der Inszenierung des Festaktes mit. Die Seminarsprecher hießen ihre Nachfolger willkommen und gaben in einem selbstgetexteten Song Tipps für das Referendariat auf der Alb. Großen Beifall für eine rhythmische Darbietung mit "Boomwhackers" – bunten Röhren, die mit Timbalschlägern zum Klingen gebracht werden – erntete das von Karl-Anton Schnitzer geleitete Musikensemble des Seminars. Den Schlusspunkt der Feier setzte die Theaterpädagogikgruppe unter der Regie von Dagmar Hofer: Mit Tiefgang beleuchtete sie die vielfältigen Facetten des Lehrerberufs.

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