Albstadt. Ein falscher Kettenbrief ist bei einem Albstädter Unternehmen aufgetaucht, das andere Firmen davor warnen will. Wie eine Mitarbeiterin der Firma herausgefunden hat, ist die Geschichte des siebenjährigen krebskranken Jungen, der im Landesklinikum im niederösterreichischen Tulln liegt, frei erfunden. Der Junge, den es tatsächlich gar nicht gibt, habe den Wunsch, als Empfänger der meisten Briefe ins Guiness-Buch der Rekorde einzugehen. Seit Jahren ist der Brief in Umlauf, wie die Albstädterin herausgefunden hat, und seit ebenso langer Zeit wird das Klinikum in Tulln mit Post förmlich überflutet – das bindet dort unnötig Kapazitäten und damit Zeit, die für Patienten sinnvoller verwendet werden könnte. Polizeiliche Ermittlungen nach dem Urheber haben bisher nichts gebracht.