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Albstadt Jede Runde bringt Bares gegen die Seuche ein

Schwarzwälder-Bote, vom 10.10.2010 22:51 Uhr
Wie die Großen: Keine Zeit verliert dieser junge Teilnehmer des "Poliolaufs" bei der Flüssigkeitsaufnahme. 
Fotos: Kara Foto: Schwarzwälder-Bote
Wie die Großen: Keine Zeit verliert dieser junge Teilnehmer des "Poliolaufs" bei der Flüssigkeitsaufnahme. Fotos: Kara Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Patrick Mayer

Albstadt-Ebingen. Kaiserwetter, hunderte von Rätschen, fröhliche Sportfans und Geld für einen guten Zweck – die vierte Auflage des Volksbank- Ebingen-Citylaufs hielt mehr, als sie versprochen hatte.

Mit Rätschen, Trillerpfeifen und erstmals auch Vuvuzelas ausgerüstet jubelten die Albstädter gestern Spitzenathleten und zahlreichen Hobbyläufern zu, die in der Ebinger City an den Start gegangen waren. Und die Athleten – ob Spitzensportler oder Lokalmatador – zeigten sich begeistert von der Atmosphäre am Streckenrand. "Das Flair in Ebingen ist sensationell", sagte der deutsche Spitzenlangstreckenläufer Filmon Ghirmai.

Für die Zweiplatzierte bei den Damen, Simret Restle, wirkte der rhythmische Applaus gar wie ein Allheilmittel. "Nach dem Halbmarathon in Köln letzte Woche hatte ich große Schmerzen. Doch die Zuschauer an der Strecke haben mich gepuscht. Ohne sie wäre ich zu dieser Leistung gar nicht fähig gewesen", bedankte sich die smarte Hessin beim Albstädter Publikum.

Im Vorfeld des Hauptlaufs hatten 200 Kinder die Joggingschuhe für einen guten Zweck geschnürt. Der Rotary-Club rief zum Polio-Lauf – und die Kids machten begeistert mit. Jede Runde, die die Nachwuchssportler zurücklegten, brachte bares Geld für das Projekt des Rotary-Clubs ein, den endgültigen Sieg über die Kinderlähmung. Die Kinder im Alter von maximal 15 Jahren hatten sich im Vorfeld des Citylaufs einen Sponsor suchen müssen, der jede gelaufene Runde mit einem Geldbetrag honorierte. Insgesamt 2096 Runden auf dem Kurs um den Bürgerturmplatz standen am Ende zu Buche.

Im Funlauf ging es für lokale Firmen, Sportvereine und Behörden neben dem Spaßfaktor auch um Prestige. Sechs Kilometer mussten die zahlreichen Lokalmatadore zurücklegen; nach dem Lauf wurden die Platzierungen der fünf besten Starter einer Firma oder einer Schule addiert. Ein zehnter Platz brachte zehn Punkte aufs Zählerkonto, ein dritter Platz drei Punkte. Als Mannschaft mit der geringsten Punktzahl standen am Ende ganz oben auf dem Treppchen: die Damen der HSG Albstadt. Die fünf Schnellsten aus dem schwarz- roten Handballexpress landeten alle unter den Top 20. Das war der Sieg.

Auf den Rängen zwei und drei folgten das "ErVolks Team" des Hauptsponsors respektive die Mannschaft des Gymnasium Ebingen. Von diesem kam auch die schnellste Dame über die sechs Kilometer. Sarah Leibold hatte für die drei Runden 28:02 Minuten benötigt. Die schnellsten Herren waren Robin Pohl vom "ALZ Sigmaringen" und Pascal Brobeil von der Firma "Forliam" in 21:06 Minuten.

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