Albstadt Im Einsatz für den Nachwuchs

Beatrix Müller, 08.06.2012 06:00 Uhr

Albstadt - Wenn eine Fähe, ein weiblicher Fuch, ganz nah bei den Menschen Junge hat, ist das ungewöhnlich. Was dann passieren kann, hat Walter Keinath – früher Jäger und seit langem Fotograf – beobachtet.

Die Szene: Ein Schuppen im Ort, nahe einem Wohnhaus. Eine Fähe will zu ihren Jungen, die allerdings durch einen Maschendrahtzaun von ihr getrennt sind. Die Jungen sehen die Mutter und wollen zu ihr, steigen am Zaun hoch. Bewohner beobachten das und werfen Steine, weil sie den Fuchs für für eine Bedrohung halten.

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Ehemaliger Jäger will Ängste der Anwohner kennen lernen

Dem einstigen Jäger Walter Keinath aus Onstmettingen ist es ein Anliegen, als er davon erfährt, über solches Verhalten nicht zu urteilen. Denn von den Anwohnern erfährt er, wovor sie Angst haben: Vor dem Fuchsbandwurm. Keinath hingegen beschwichtigt sie und macht ihnen deutlich, dass der Fuchsbandwurm auch von anderen Tieren, etwa von Katzen, übertragen werden kann.

Weil der einstige Jäger ein übergroßes Herz für die Tiere hat, ist es ihm auch wichtig, an das Einfühlungsvermögen der Menschen zu appellieren. So erklärt er den Anwohnern, dass das Verhältnis zwischen der Fähe und ihren Jungen nichts Anderes sei, als die Mutter-Kind-Beziehung bei den Menschen. So weckt Walter Keinath Verständnis – und die Fuchsmutter gelangt ungestört zu ihren Jungen.

Inzwischen ist es leer an diesem Schuppen, die Fähe hat ihre Jungen mitgenommen in den Wald. Dort lebten die Füchse, wie Keinath zu berichten weiß, nicht im selbst gemachten Bau, sondern im Unterholz oder in Dohlen. Zu einem Bau kämen sie dann, indem sie dessen Bewohner – meist sei es ein Dachs – vertrieben, so Keinath. Wie ihnen das gelingt? Sie legten ihm etwas Stinkendes hinein, so dass er ihn "wohl oder übel" dem Fuchs überlasse.

 

 
 
Kommentare (2)
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JUN
10
Wildtierschutz, 00:33 Uhr

Dank Jäger Steine auf nützliche Tiere

Schön das es auch noch Jäger gibt die sich davon distanzieren was ihre Kollegen treiben. Der Artikel trifft den Kern. 'Sein übergroßes Herz für Tiere' ist nicht ganz richtig denn er hat ein normales Verhältnis und Verständnis zur Natur, das Jäger die solche Tiere zum Spaß töten eben nicht haben. Und um das u.a. auch vor sich selbst zu rechtfertigen werden Geschichten wie Tollwut und Fuchsbandwurm gestreut. Wie bei Alkoholikern die immer nach Argumenten suchen das sie nicht krank sind. Füchse sind immer dann gut wenn es um Wild geht das dem Jäger nichts nutzt. z.B. verendetes das bereits stinkt. Dann wird nicht entsorgt sondern freundlicherweise den Füchsen überlassen, die man dann aber später trotzdem bejagt. Das zeigt wie krank dieses Denken ist. Jagd mit der Kamera ist etwas schönes, sie bringt kein Leid in die Natur wie es Jäger mit Flinten schaffen. Und wer hat schon einmal einen Jäger einen überfahrenen Hasen von der Strasse kratzen sehen? Aber in der Presse von Fallwildentsorgung tönen. Solange Wild verwertbar ist trifft es vielleicht zu aber nicht bei kleinem Wild und dazu gehört selbst die Krähe die schließlich dem Jagdrecht unterliegt und auch gejagt wird, demnach muss selbst sie entsorgt werden. Jeder sollte Füchse schützen soweit es geht, denn ohne sie würden die Wälder vom Ass verendeter Tiere stinken. Und kleines Fallwild würde ewig auf Strassen liegen bleiben. Erzählt niemals einem Jäger wenn ihr einem Fuchs seht. Er kann sich noch so viel als Naturschützer ausgeben, es sind keine, ausser solche die das Gewehr gegen die Kamera tauschen.

JUN
08
ProNatur, 22:12 Uhr

Gute Nachricht

Es gibt doch auch noch gute Nachrichten und zum Glück auch Jäger die von ihrem Trieb abkommen. Mit dieser Aussage wird doch wiedermal bestätigt, daß die ganze Hetze gegen den Fuchs und das andere sogenannte Raubwild nur fadenscheinige Begründungen zur Deckung der krankhaften Triebe der Jäger sind. Wie schön wäre es wenn die restlichen Jäger ihre kranken und perversen Handlungen ablegen würden. Es ist traurig wenn die Nichtjäger mit Steinen nach diesen Tieren werfen, die Ursache hierfür ist wieder bei den Jägern zu suchen. Sie lassen nichts aus um diesen Tieren alles schlechte unterzujubeln und ein Teil der nicht denkenden Menschheit glaubt es einfach. Ich persönlich hätte mich gefreut, wenn sich diese Fuchsfamilie bei mir eingenistet hätte.