Albstadt - 3. LIGA SÜD FRAUEN TSV Ismaning – HSG Albstadt (Samstag, 19.30 Uhr). Gibt es doch noch eine vorweihnachtliche Überraschung in Form des ersten Saisonsieges für die Drittliga-Handballerinnen der HSG Albstadt? Die Chancen sind auf alle Fälle vorhanden, denn Gegner Ismaning hat ebenfalls noch keine Zähler auf dem Konto.

Der Aufsteiger teilt damit das gleich Schicksal wie die Mädels der HSG Albstadt. Das Team von Trainer Bernd Rösch haben bisher ebenfalls alle Spiele verloren und liegen nur dank des besseren Torverhältnisses vor den Schwarz-Roten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zuletzt setzte es für die Bayerinnen eine 21:40-Niederlage bei Tabellenführer NSU Neckarsulm. Dabei spielte der TSV in der ersten Halbzeit durchaus gefällig mit, hatte aber etwas Pech mit fünf Aluminiumtreffern, während der Primus gnadenlos jeden Fehler der Gäste bestrafte und so schon zur Halbzeit angesichts einer 16:11-Führung die Weichen auf Sieg stellte. Mit einem 12:1-Lauf direkt nach der Pause machte Neckarsulm gegen die ersatzgeschwächten Gäste dann den Sack zu. "Wir haben viel zu schnell abgeschlossen, wollten die Tore erzwingen – das ist nach hinten los gegangen", analysierte Trainer Rösch die zweite Halbzeit. Doch gegen Albstadt sollen nun endlich die ersten beiden Punkte her.

Aber dieses Ziel haben sich auch die Schwarz-Roten gesetzt. "Ein Sieg wäre das passende Weihnachtsgeschnek", sagt HSG-Trainer Oliver Lebherz, "wir auf alle Fälle nicht nach Ismaning, um die Punkte dort abzuliefern." Doch der Albstädter Übungsleiter erwartet auch, "dass meine Mannschaft mehr Anfangseinsatz zeigt, als gegen Regensburg. Dort haben wir den Beginn total verschlafen und mussten so einem großen Rückstand hinterher laufen. Das darf uns in Ismaning nicht passieren."

Lebherz erwartet morgen Abend ein Spiel zweier Mannschaften auf absoluter augenhöhe. "Wer den Sieg mehr will, der wird ihn am Ende auch bekommen", ist er sich sicher. Deshalb erwartet Lebherz von seiner Mannschaft eine Steigerung sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. "Wir müssen uns den Erfolg erarbeiten, dass heißt, alle müssen an einem Strang ziehen und sich steigern. Im Angriff müssen wir noch tatkräftiger zu Werke gehen, dahin gehen, wo es weh tut. Vor allem müssen wir unsere Angriffe länger ausspielen. Gegen Regensburg haben wir uns immer wieder festgelaufen."

Aber auch im Abwehrverhalten sieht der Albstädter Coach noch Luft nach oben. "In der Defensiev müssen wir noch aggressiver werden und mehr zupacken. Gegen Regensburg war es oft zu zaghaft."

Kann die HSG diese Vorgaben umsetzen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass endlich die ersten Punkte auf das Konto kommen. "Ein Sieg wäre sehr wichtig für den weiteren Rundenverlauf und würde uns ein großes Stück weiter bringen. Wir wollen am Ende auf keinen Fall Letzter werden und werden dafür alles tun", so Lebherz.