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Albstadt Gurski wirft das Handtuch

Karina Eyrich, vom 08.02.2012 05:00 Uhr
Oliver Gurski – das Bild zeigt ihn 2011 am Abend seiner Kandidatur als Stellvertretender Stadtbrandmeister – hat Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow um Entlassung aus dem Amt des Kommandanten der Ebinger Feuerwehrabteilung ersucht. 
 Foto:  Eyrich
Oliver Gurski – das Bild zeigt ihn 2011 am Abend seiner Kandidatur als Stellvertretender Stadtbrandmeister – hat Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow um Entlassung aus dem Amt des Kommandanten der Ebinger Feuerwehrabteilung ersucht. Foto: Eyrich
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Albstadt-Ebingen - Die Nachricht kam nur für manche überraschend: Am Montag Abend bei der Sitzung des Feuerwehr-Ausschusses ist bekannt geworden, dass der Ebinger Abteilungskommandant Oliver Gurski sein Rücktrittsgesuch eingereicht hat.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" ist am Montag Abend die Bombe geplatzt: In der Sitzung des Feuerwehrausschusses gab der Ebinger Kommandant Oliver Gurski nach nur zwei Jahren im Amt bekannt, dass er am Montag Morgen sein Rücktrittsgesuch bei Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow eingereicht habe. Welche Gründe er angegeben hat, um von seiner Aufgabe entbunden zu werden – Feuerwehrleute können nicht einfach gehen – ist nicht bekannt. Hinter vorgehaltener Hand ist jedoch zu hören, dass Gurski persönliche Gründe angegeben haben soll.

Noch vor wenigen Tagen hatte Oliver Gurski seine Korps-Versammlung im Ebinger Feuerwehrhaus geleitet und dort nicht mit Kritik gespart am Einsatz der Feuerwehrfahrzeuge sowie den Entwicklungen im Zuge der Verabschiedung des Brandschutzbedarfskonzeptes, das mit Hilfe der Fachfirma Rinke entstanden war.

Die Reaktionen auf Gurskis Rede waren unterschiedlich: Hatte er aus Teilen der eigenen Abteilung verhaltenen Beifall bekommen, so hatten die anwesenden Vertreter der Stadt, des Gemeinderates und des Kreisfeuerwehrverbands, aber auch einige Mitglieder der Abteilung selbst, mit Schweigen reagiert.

Für eine Stellungnahme nicht zu erreichen

So lange noch kein Nachfolger gefunden und gewählt sei, bleibe Oliver Gurski rechtlich im Amt, sagte Erster Bürgermeister Anton Reger gestern in einer ersten Stellungnahme auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Das genaue Prozedere müsse er aber noch prüfen. Oliver Gurski war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen. Ob auch sein Stellvertreter Patric Emter zurücktreten will, war ebenfalls nicht zu erfahren.

Der Rückhalt für Oliver Gurski in der Ebinger Feuerwehrabteilung ist dem Vernehmen nach schon seit einiger Zeit geschwunden. Gleichzeitig hatte der Kommandant Druck von Seiten der Stadt und des Gemeinderates zu spüren bekommen. Gründe dafür sollen, wie zu hören ist, seine offene Kritik an Einsätzen und Disziplinlosigkeit gegenüber Vorgesetzten gewesen sein. Auch seine Neigung, seinem Ärger öffentlich Luft zu machen – vorbei an der Pressestelle der Stadt Albstadt – hatte ihn mehrfach öffentlich in die Kritik gebracht.

Wer als Gurskis Nachfolger in Frage kommt, das ist nun eine der wichtigsten Fragen. Gehandelt werden nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre vor allem die Namen langgedienter und erfahrener Feuerwehrleute wie Dietmar Joost oder Horst Koch, der schon vor Gurskis Vorgänger Claudius Metzger Kommandant gewesen war.

Kommentare (15)
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FEB
10
12:13 Uhr, geschrieben von Leser
Anna Zeh
Hallo Patrick, glaube nicht, daß es die Dame nur darauf abgesehen hat in Sachen Feuerwehr Albstadt Stimmung zu machen. Ich habe einen Eintrag gefunden, in dem Sie kräftig in Freiburg mitmischt. Glaube eher das es eine von den erfolglosen Kommunalpolitikern ist, die es noch in kein Gremium geschafft hat. Der Feuerwehr Ebingen wünsche ich viel Glück und eine gute Wahl beim neuen Kommandanten.
FEB
10
10:11 Uhr, geschrieben von Patrick W.
Re: Mensen oder Zahlen?
Hallo Kompromisssuchender! Ich glaube, ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es ist wenn man im Feuerwehrhaus ankommt und es sind schon alle Fahrzeuge weg oder schon voll besetzt. Da ich bis ende letzten Jahres noch einen relativ weiten weg von zu Hause zum Feuerwehrhaus hatte, kam das bei nahezu jedem Einsatz vor. Und ich habe noch nicht einmal darüber nachgedacht, auch nur einmal im Bett zu bleiben. Wenn ich mich entscheide zur Feuerwehr zu gehen, dann muss ich auch zum Einsatz, wenn dem nicht ein wirklich wichtiger Grund im Wege steht, wozu ich aber ein "Mir reichts ja eh nicht" definitiv nicht zähle. Wer weiß denn, ob nicht ausgerechnet jetzt Kameraden auswärts oder krank sind und deswegen später als sonst oder gar nicht kommen und es dann wichtig ist, dass ich komme? Was in Ebingen dann noch dazu komt ist die Frage ob die Leute, die jetzt nicht mitkommen, weil der ELW eben aus Onstmettingen kommt statt aus Ebingen, überhaupt qualifiziert wären das Fahrzeug zu besetzten. Sicherlich könnte man diese Qualifikation erlangen, dazu gehört aber, dass man selbst dazu bereit ist Zeit (viel Zeit) aufzuwenden. Außerdem gibt es immer weider Kameraden, die mit solchen Aufgaben (z. B. Funken) auf dem Kriegsfuß stehen. Natürlich will ich nicht verbieten seine Meinung Kund zu tun, wenn man kein/e Fachmann/frau ist. Aber viele Kommentare zu diesem Thema, die ich gelesene habe (auch bei anderen Artikeln) zeugen davon, dass die Leute nicht mal im Ansatz wissen, was ein ELW ist. Ich finde man sollte sich schon erstmal informieren, bevor man einen Kommentar abgibt und diesen dann auch qualifiziert abgeben. @Leser: Zu der Frau Zeh kann ich sagen, dass es sich bei "Anni Berta Zeh" um ein im Internet recht verbreitetes Pseudonym handelt, welches darauf hin deutet, dass hier von jemandem versucht wird eine gewisse Stimmung zu machen!
FEB
10
09:54 Uhr, geschrieben von Frank
Raushalten
Genau, so gings mir auch, aber ich sags ja, überall mit Diskutieren und keine Ahnung, und dann noch bei der Feuerwehr, wo die eigenen sich schwer tun das ab und zu zu verstehen. Aber nein, Sie hat keine Ahnung und diskutiert kräftig mit unsinnigen und absolut unqualifizierten Kommentaren mit. Liebe Frau Zeh, halten Sie sich beim Thema raus wo sie keine Ahnung haben.
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