Albstadt-Ebingen. Ein Europa-Seminar, das die Landeszentrale für Politische Bildung fördert, haben die Zehntklässler der Hohenbergschule absolviert. Unter der Regie der Referenten Anna Sitnikowa und Christian Rapp und im Beisein der Klassenlehrer Andreas Beck und Hans Seiwerth mussten sie zuerst einmal ein europäisches Staatenpzzle zusammensetzen und dann Staaten der Europäischen Union aussondern.

In der folgenden Debatte wurden Fragen der EU-Erweiterung erörtert; wichtigster Diskussionspunkt war der angestrebte Beitritt der Türkei. Dabei hielten sich die Argumente Pro und Kontra die Waage – und es zeigte sich, dass die Schüler mit dieser Thematik durchaus etwas anfangen können.

Danach stand die Frage "Wo betrifft mich die EU?" auf der Tagesordnung – es stellte sich heraus, dass die Richtlinien, die in Brüssel oder Straßburg vorgegeben werden, ganz konkrete Auswirkungen auf den Alltag haben. Auch den von Schülern.

Zum Schluss stand ein Planspiel auf dem Programm, in dem ein Gesetzgebungsverfahren simuliert wurde: Die Schüler mussten ein praktikables Modell für einen europäischen Führerschein finden.

In den harten Verhandlungen, die EU-Kommission, Ministerrat und EU-Parlament im Folgenden miteinander führten, ging es um vielfältige Fragen: die Gültigkeit, die ärztliche Untersuchung, geometrische Daten und anderes mehr, und es waren mehrere Anläufe nötig, um zu einer Einigung zu gelangen.

Die übrigens gar nicht so unrealistisch erscheint: alle zehn Jahre Erneuerung des Bildes, alle zehn Jahre eine ärztliche Untersuchung, wer 60 oder älter ist, muss sich im Fünf-Jahres-Turnus untersuchen lassen. Nur ein Punkt blieb am Ende offen: ob ein Fingerabdruck in den Führerschein gehört oder nicht.