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Albstadt Geburt im Schatten der Erde

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Die "Milchbar" bei der Stute Stawena hat das noch namenlose Hengstfohlen schnell gefunden und ist schon sehr mobil. Fotos: Seeger Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Anna-Lena Seeger

Albstadt-Ebingen. Zwei dunkelbraune Augen, vier kleine Hufe und ein braunes Fell: Bei Mondfinsternis hat ein Hengstfohlen auf der Eselmühle das Licht der Welt erblickt.Pferdewirtschaftsmeisterin Karin Kurschat war bei der Geburt dabei und musste teilweise auch mit anpacken.

Ausgerechnet die Vollmondnacht hatte sich Mutterstute Stawena zum Abfohlen ausgesucht, doch nicht nur das: Auch eine totale Mondfinsternis bildete den Hintergrund zur Geburt des dunkelbraunen Hengstes.

Und spannend war die Nacht durchaus: Als einzige Beobachterin der Geburt war Karin Kurschat dabei. Seit mehreren Wochen hängt bereits eine Videokamera über der Box der Mutterstute, damit das Schauspiel auch keinesfalls verpasst werden kann. Schließlich läuft so ein Ereignis nicht immer völlig unkompliziert ab.

Gegen ein Uhr nachts ging es dann mit den Wehen los. "Das Kamerabild hab ich im Wohnzimmer verfolgt", erzählt Karin Kurschat. "So war es doch besonders eigenartig, dass sich diese Stute nicht, wie üblicherweise, ständig hingelegt hat und wieder aufgestanden ist." Stawena zeigte ein völlig anderes Verhalten: "Sie zog dauernd ihren Schweif ganz eng zwischen die Beine." Auf diese Hinweise ging Karin Kurschat in den Stall und leistete der Mutterstute bei ihrem ersten Fohlen und dessen Geburt Hilfe.

Und die brauchte der kleine Hengst auch: Die Stute legte sich sehr unvorteilhaft nah zur Wand hin – die Füße und der Kopf waren bereits draußen –, so dass sich die kleinen Hufe gegen die Wand drückten "und ich Vorderhufe und Köpfchen Richtung Hinterbeine der Stute geschoben habe, sonst hätten die Vorderbeine verletzt werden können, wenn die Stute in dieser Lage weiter gepresst hätte".

Sogar als das Fohlen vollständig geboren war und durch das Strampeln die Eihaut bereits eingerissen hatte, musste Karin Kurschat helfen: "Stawena war danach erstmal erschöpft und hegte keinerlei Ambitionen, ihr Geschenk auszupacken. Das musste ich dann für sie übernehmen."

Kaum befreit, bemühte sich der kleine Hengst auch schon, auf die vier langen Beine zu kommen. Eine wacklige Angelegenheit, bei der er "einen Salto nach dem anderen durch die Box machte". Für einen Hengst durchaus intelligent, suchte er nach erfolgreichem Aufstehen nur kurz zwischen den Vorderbeinen die "Milchbar", bis er dann am Euter zwischen den Hinterbeinen andockte. Das war knapp zwei Stunden nach der Geburt.

Für die Besucher der Eselmühle ist der kleine Hengst, über dessen Namen noch diskutiert wird, ein absoluter Höhepunkt. Und damit macht er den momentanen Kindergarten auf dem Hof – er besteht aus zwei Jährlingen, einem zwei Monate altem Fohlen, vielen Schwalbenbabys und drei Wochen alten Katzenbabys – erstmal komplett.

Und so war es umso schöner, als der Hengst, gerade mal einen Tag auf der Welt, bereits die Koppel im Galopp unsicher machte.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

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