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Albstadt-Ebingen - Alle Jahre wieder prägt ein friedliches Miteinander den Weihnachtsmarkt in Ebingen. Das war auch diesmal wieder der Fall.Unter Einbezug der neu geschaffenen Flächen beim Bürgerturm erstreckte sich der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr bis ans obere Ende der Marktstraße, wenngleich dort eine gewisse Ausdünnung der Stände und des festlichen Schmuckes erkennbar war.
Auch etwas in den optischen Hintergrund trat der wunderbar als Adventskranz geschmückte Brunnen. Seine dezente Beleuchtung kam einfach nicht gegen die vielen Weihnachtslichter der Bäume und Buden an. Auf dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz trafen sich Bewährtes und Neues. Neben der Weihnachtspyramide, die seit Jahren die untere Vorstadt festlich verwandelt, stand eine Bühne, auf der eifrig musiziert wurde. Eindeutige Höhepunkte dabei waren am Samstag der Balinger Gospelchor "Voices, Hearts an Souls" und gegen später die Albstädter Band "Südlich von Stuttgart". Beide nutzten das "Winter City Open Air" zu weihnachtlicher Musik, die sich jedoch deutlich fetziger als die üblichen Weihnachtslieder präsentierte. Das neue Angebot sollte den Ebinger Weihnachtsmarkt, den es seit 25 Jahren gibt, noch erfolgreicher machen. Die zahlreichen Besucher belohnten es mit reichlichem Applaus.
Die traditionellen Weihnachtslieder fehlten dennoch nicht, spielten doch zahlreiche Musikvereine und -kapellen auf der Weihnachtspyramide das, was musikalisch zum traditionellen Vorweihnachtsfest gehört.
Alles in allem war der Weihnachtsmarkt mit seinen mehr als 100 Ständen, mit lebender Krippe und Kutschfahrten, mit breitem kulinarischen, adventlichen und kunsthandwerklichen Sortiment, mit Kinderkarussell, Ponyreiten, weihnachtlichem Duft und seinem Flair wieder eine gelungene Symbiose vorweihnachtlicher Stimmung, geselligen Beisammenseins und liebevoll geschmückter Innenstadt. Nur das Wetter war dagegen, so richtig Winterstimmung aufkommen zu lassen, wenn es auch entsprechend kalt war.
Bereits am Samstagvormittag hatte Albstadts Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow die von den Sprösslingen aus zwölf Kindergärten im Stadtgebiet gebastelten Martinsgänse versteigern wollen. Die Basteltiere waren bei einer Aktion der Geschäftsleute der Sonnenstraße am verkaufsoffenen Sonntag entstanden. Allerdings mussten die Veranstalter die Versteigerung auf den Sonntagnachmittag verschieben, weil sich am Samstag keine Bieter fanden. Dafür kamen dann – amerikanisch ersteigert – die elf Gänse unter den Hammer und sorgten mit einem Erlös in Höhe etwa um die 300 Euro für eine willkommene Spende, die dem Förderverein für krebskranke Kinder zufließt.