Albstadt Durchs Land zum Helfen und Lernen
Schwarzwälder-Bote, 19.08.2012 19:01 Uhr
Vor dem Brandenburger Tor treffen sich die Teilnehmer der German-Games, darunter die Jungen aus Ebingen. Foto: WeißenmayerFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Tobias Weißenmayer
Albstadt-Ebingen. In elf Tagen Deutschland erleben: Darum ging es bei dem Abenteuer "German-Games" für Jungs. Die Jungschaft in Ebingen aus dem evangelischen Kirchenbezirk Balingen hat sich den Herausforderungen des CVJM und des evangelischen Jungendwerks Balingen mit einem Team von sieben Jungen gestellt.
In 25 Spielstädten kämpften 140 Jungs um den Deutschland-Pokal. Zusammengerechnet fuhren alle Gruppen eineinhalb mal um die Erde – nur auf der Schiene. Ungewöhnliche Übernachtungsplätze finden und eine besondere Gastfreundschaft der Menschen in Deutschland erleben, das war nur ein kleiner Teil des großen Abenteuers, in das sich die Jungen im Alter von 13 bis 17 Jahre stürzten.
Timm Ruckaberle, ehrenamtlicher Vorsitzender des Fachausschusses Jungenarbeit im Evangelischen Jugendwerk, hatte die Aufgaben für die Gruppen zusammen mit einem Team ausgearbeitet. Beim Abschluss in Berlin erklärte er: "In die begeisterten Gesichter der Jungs zu schauen, die nach unzähligen Eindrücken und Erlebnissen durchs Brandenburger Tor ins Ziel einlaufen, zeigte den Teilnehmern, dass German-Games mehr sind als nur eine Spielaktion, sondern ein voneinander Lernen, miteinander Leben und Deutschland Begegnen.
Schon die Bahnfahrt war ein Abenteuer
Die Aktion German Games wurde unter anderem auch von der Aktion Mensch unterstützt. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, ein soziales Begegnungsprojekt zu organisieren. Einen Tag lang halfen die Jungs aus Ebingen in der Kieler Tafel mit, um Menschen mit kostengünstigem Essen zu versorgen. "Dabei ist Bahnfahren selbst schon ein Abenteuer", berichtete Florian Stauss, einer der Teilnehmer: "Auf der Rückfahrt von Berlin hat die Toilette im ICE gebrannt, und dann ist auch noch der Triebwagen des ICE ausgefallen. So waren wir erst kurz vor Mitternacht wieder zu Hause in Ebingen." Weil Bahnfahren nicht nur günstig, sondern auch umweltfreundlich sei, fällt die Aktion German-Games unterm Strich auch für Florian Keinath positiv aus: "Ich würde auf jeden Fall wieder mitmachen."


