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Albstadt "Die Frauen lieben es hollywoodreif"

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Von Karina Eyrich

Albstadt-Lautlingen. Woran erkennt man einen Gentleman? Wie kleidet man sich treffsicher? Und vor allem: Wie flirtet man richtig? – Albstädter Studenten lernen nicht nur für die Hochschule, sondern fürs Leben.

"Für die angenehme Erinnerung muss man im voraus sorgen." An diesem Samstag befolgen Knut Kliem vom Verein Deutscher Ingenieure und dessen Mitglieder – einige von ihnen Studenten der Hochschule Albstadt-Sigmaringen – den Rat von Paul Hörbiger: Bei einem Seminar im Stauffenberg-Schloss lauschen sie Dirk Pfister, der nicht nur Gentleman, sondern auch Gentleman-Trainer ist. Er weiß alles über die "Rüstung des modernen Wirtschaftskriegers", und gibt sein Wissen an (potenzielle) Führungskräfte weiter – denn "viele, die sich in einer tollen Position wähnen, merken gar nicht, dass sie schon wieder ausgegrenzt werden", sagt Pfister. Soll heißen: Im Leben kommt es nicht nur auf die originäre Leistung an. Treffsicheres Kleiden, Business-Knigge und Manieren, den Umgang mit Damen sowie das Flirten und Verführen lernen die Teilnehmer von dem Mannheimer, der nach eigener Aussage "ein dreitägiges Seminar über das Binden von Schnürsenkeln" halten könnte.

Zwischen Süppchen vom weißen Lauch, gebratenem Rücken vom Jungschwein mit Rosmarinsauce, glasierten Rübchen, Böhnchen und Kartoffelgratin sowie Creme Brûlée von Nougat und Buttermilch mit Rahmeis von Portwein und Trauben – das Hotel Linde legt sich mächtig ins Zeug mit seinem Menü – plaudert Pfister über das, was man auf keiner Hochschule lernt. Zum Beispiel darüber, was erfolgreiche Menschen vom Rest unterscheidet: eine andere Rhetorik, eine andere Körpersprache, ein großes Repertoire an Benimm, Manieren und Etikette – das ist nicht dasselbe – und die passende Kleidung. Denn ob die Oberfläche oberflächlich sei, entscheide der Träger, so Pfister.

So erfahren die Studenten, zu welchen Anlässen – Hochzeit, Beisetzung, Trauerfeier, Staatsempfang, Bälle und Galas – ein offizieller Anzug dem Business-Anzug vorzuziehen sei. Letzterer habe einen Schlitz im Rücken und eine nach unten fallende Revers-Linie sowie eine Klappe über der Tasche – Ersterer nicht.

Beim Kauf von Kleidung jeder Art sei zu prüfen, ob der Stoff zerknittert, wenn man ihn drei Sekunden lang zusammenknautscht – tue er es nicht, sei es ein guter Stoff.

Dass die Art des Krawattenknotens auch von der Nasenform des Trägers abhängt – schmaler Knoten zu schmaler Nase, breiter Knoten für besser ausgestattete Herren –, macht manche dann doch stutzig. Und mit dem Einstecktuch könne der Mann zeigen, ob er privat oder geschäftlich unterwegs sei – "die Puff-Faltung soll die Explosion des Herzens symbolisieren", erklärt Pfister. Die Studenten schmunzeln.

Erst nach dem dritten Gang verrät Pfister, worauf vor allem die jungen Männer in der Schloss-Scheuer gewartet haben: alles über Eva. "Was immer Sie in Gegenwart einer Frau tun, wird sie mit hoher Wahrscheinlich auf ihre Attraktivität beziehen", betont der Gentleman-Trainer und ruft den Männern zu: "Lernen Sie, die Frauen zu lesen, und Sie haben es leichter im Leben."

So gelte "Ladies first", also "Damen zuerst" nur in 50 Prozent der Fälle. Und wer beim Flirten denke, es ginge erst los, wenn man anfange zu sprechen, der habe die ersten vier Phasen schon verpasst. "Frauen werden dem Mann ihre Aufmerksamkeit schenken, der ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt", sagt Pfister und schickt gleich eine Warnung hinterher: "Mit einem Pokerface können sie nichts anfangen, weil sie Gestik und Mimik als Interesse deuten."

Und dann serviert Pfister noch einen Flirttipp als Dessert, den er selbst erfolgreich anwendet: "Frauen lieben es hollywoodreif – inszenieren Sie ruhig eine Eroberung."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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